Erkelenz: Sterne am Faschingshimmel
zuletzt aktualisiert: 23.02.2009Erkelenz (RPO). Mit aufwendig gestalteten Wagen, ausgefallenen Mottos und jeder Menge Kamelle zog am Freitag der Hetzerather Karnevalszug durch das Dorf. Das Besondere in Hetzerath ist, dass der Zug im Dunkeln durch die Straßen zieht.
Wer denkt, dass nur Züge zu konventionellen Zeiten bei den Jecken ankommen, der irrt: Die Bürgersteige und Straßenseiten waren nahezu überfüllt. Von überall her, aus dem Kreisgebiet und sogar darüber hinaus, wie auch aus Mönchengladbach oder Aachen, kamen Karnevalisten angereist, um die etwa 30 Wagen und Fußgruppen zu bestaunen.
Ines Handrich (20) aus Doveren freute sich schon eine gute halbe Stunde vor Zugbeginn: "Es ist immer wieder schön hier zu sein, weil es zwar Karneval, aber trotzdem etwas ganz Anderes ist." Die Jecken, bekamen auch einiges zu sehen. Ob Shaun, das Schaf, das die "krasse Herde rockte", die "Flintstones" oder aber muntere "Milka-Kühe", die teilnehmenden Gruppen hatten sich viel einfallen lassen. Für eine schöne Atmosphäre sorgten die Knicklichter, Leuchten und blinkenden Stäbe, die den Zug ein wenig erhellten. Zudem taten die aus Gerderhahn angereisten Sterne unter dem Motto "Jehnhahner Himmel" ihr Bestes, um die Faschingsnacht zum Leuchten zu bringen.
Auffallend war auch das Fernweh, von dem die Zugteilnehmer aus Hetzerath und Umgebung geplagt zu sein schienen. Die umstehenden Massen ließen sie mit großem Vergnügen daran teilhaben: Ob ferne Meere der Piraten, Ägypten samt Pyramiden, ein Mini-Dschungel plus Elefanten, oder aber Australien mit dazugehörigen Kängurus, der Reiselust waren keine Grenzen gesetzt.
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