Erkelenzer Land: Stromleitung setzt Zug unter Spannung
zuletzt aktualisiert: 05.04.2008Erkelenzer Land (RPO). Kurz vor Erkelenz in Höhe Herrath kam am Donnerstag der Regionalexpress RE 4 von Düsseldorf nach Aachen gegen 17 Uhr nach einer Vollbremsung zum Stehen. Der Lokführer informierte die rund 350 Passagieren über einen Oberleitungsschaden und einen Halt auf unbestimmte Zeit. Kurze Zeit später war über Lautsprecher zu hören, dass Rettungskräfte und Notfallmanager zum Zug unterwegs seien. Keiner dürfe die Waggons verlassen, weil diese unter Hochspannungsstrom stünden.
Nach rund einer Stunde Wartezeit im Zug, wobei die Fahrgäste Gelassenheit und zum Teil auch Humor zeigten, gab es Hoffnung auf ein Weiterkommen, berichtet eine Mitreisende. Es würden Busse eingesetzt , die die Fahrgäste mitten im Feld abholen sollten, hieß es.
Die Hoffnung zerschlug sich aber bald wieder: Der Zugbegleiter gab durch, dass ein Aussteigen unmöglich sei. Es bestünde nach wie vor Lebensgefahr durch die Stromspannung, weil die Oberleitung auf die Lok gefallen sei.
Nach zweieinhalb Stunden kam die rettende Diesellok aus Richtung Rheydt, die aber erst noch bis Baal fahren musste, um auf das Gleis des liegengebliebenen Zugs zu wechseln und ihn aus der misslichen Lage zu befreien.
Wegen des großen Schadens an der E-Lok konnte die Fahrt jedoch nicht bis zum Zielort Aachen fortgesetzt werden. In Erkelenz mussten alle Fahrgäste in den nächsten Zug nach Aachen umsteigen.
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