Erkelenz: Viel passiert in den Arbeitskreisen
zuletzt aktualisiert: 18.07.2008Erkelenz (RPO). In drei Gruppen, zu drei Themenbereichen, arbeitet der Runde Tisch zurzeit: Wohnen im Alter, Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) und Verkehr sowie Soziales Engagement. Alle drei Arbeitskreise können greifbare Ergebnisse vorweisen.
Wohnen im Alter: Mit einer Fragebogenaktion trat der Arbeitskreis Anfang vorigen Jahres an die Öffentlichkeit. Alle erwachsenen Erkelenzer konnten sich daran beteiligen und sagen, wie sie selbst im Alter leben möchten. Die meisten genannten Antworten: Die Befragten möchten entweder in einer seniorengerechten Wohnung oder im betreuten Wohnen leben, wenn sie alt sind, oder in einem Mehrgenerationen-Wohnprojekt. Und weil es gerade diese Wohnform in Erkelenz noch nicht gibt, möchte der Arbeitskreis ein Projekt auf die Beine stellen, in der jüngere und ältere Generation miteinander unter einem Dach leben oder sich zumindest begegnen könne.
An einem Grundstück, so habe die Stadt signalisiert, solle es nicht scheitern, sagt Anne Dulies. Was fehlt, ist ein Investor. Den sucht der Arbeitskreis um die unermüdliche Irmtraud Keusemann nun – und weiß, dass er dabei möglicherweise auch einen langen Atem benötigt.
ÖPNV und Verkehr: Vor allem aus diesem Arbeitskreise kommen viele praktische Hinweise an die Verwaltung. Die Gruppe um Klaus Labahn beobachtet den Erkelenzer Alltag ganz genau und macht beispielsweise darauf aufmerksam, wo Bürgersteige zu hoch oder Verkehrssituationen zu gefährlich (nicht nur) für ältere Menschen sind. Längere Zeit hat der Kreis sich auch mit der Gründung eines Bürgerbusvereins beschäftigt, aber das Thema zurzeit erst einmal zur Seite gelegt, weil die Realisierung schwierig ist. Neben der fahrradfreundlichen Stadt sind aber auch das Radfahren in der Fußgängerzone oder die Tarife im ÖPNV ein Thema.
Wie die Heinzelmännchen
Soziales Engagement: Die Mitglieder des Arbeitskreises um Franz-Josef Lennertz möchten sich einbringen und anderen stunden- oder tageweise helfen. Sei es im Haushalt, bei der Kinderbetreuung oder im Besuchdienst. Die Gruppe bedient sich der bereits bestehenden Infrastruktur der „Heinzelmännchen“, einem Zweig der Senioren-Initiative Erkelenz (S.I.E.), und arbeitet beispielsweise mit dem Kinderschutzbund oder dem Familienzentrum zusammen.
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