Erkelenz: Wie bei der Grammy-Verleihung
zuletzt aktualisiert: 09.10.2007Erkelenz (RPO). mit Beate Theißen, Preisträgerin von „Europa InTakt“
Die Erkelenzer Musikerin Beate Theißen, Lehrerin an der Rurtal-Schule, wurde am Wochenende in Dortmund für ihr elementares Einstiegswerk „Blockflöte, das kann ich!“ mit dem Musikförderpreis „InTakt“ für Musikpädagogen ausgezeichnet. Die Miriam-Stiftung würdigt in enger Zusammenarbeit mit der Uni Dortmund mit diesem Preis beispielgebende Leistungen in der Musikpädagogik bei Menschen mit Behinderungen. Über den Erfolg sprach RP-Mitarbeiterin Kerstin de Haas mit der Preisträgerin.
Erstmal „Herzlichen Glückwunsch“ und natürlich die Frage: Wie war’s?
Theißen Es war toll, ein bisschen so, wie ich mir die Grammy-Verleihung vorstelle: mit internationalem Flair und einer ausführlichen Laudatio.
Haben Sie eine Dankesrede gehalten und alle Wegbegleiter aufgezählt?
Theißen Ja, das gehört natürlich dazu. Das ist zwar ein Einzelpreis, der mir verliehen wurde, aber ohne viele andere Menschen wäre es nicht dazu gekommen. Die Idee entstand ja im Unterricht, als alle Schüler nach einer Instrumentenkunde plötzlich Blockflöte spielen wollten und ich nach einer Möglichkeit gesucht habe, wie alle Kinder mit ihren unterschiedlichen Behinderungen mitmachen konnten. Also habe ich den Schülern und der Schule gedankt, Andrea Bollig und Markus Kerner, die mit mir die Musik eingespielt haben, der Illustratorin Iane Wäser und meiner Familie. Darüber hinaus auch noch der Franziskusschule, an der ich das Buch und mittlerweile auch das Folgewerk ausprobieren konnte. Denn dort lernen im Gegensatz zur Rurtal-Schule nicht nur behinderte Kinder das Blockflötenspiel.
Haben Sie noch einen Überblick, wo das Buch, das im Dieck-Verlag erschienen ist, überall zum Einsatz kommt?
Theißen Auf jeden Fall deutschlandweit. Darüber hinaus auch im russischen Pskow und in Indien, wo ich es bei Workshops vorgestellt habe.
Wann erscheint der Folgeband und was wartet da auf die kleinen Flötenspieler?
Theißen Auch dieses Mal hatte ich ursprünglich nicht vor, ein Buch daraus zu machen. Bei einem Auftritt von Rur-Rock in Berlin lernten wir Rolf Zuckowski kennen. Als wir ihn bei der Planung für ein gemeinsames Konzert wiedertrafen, schenkte ich ihm ein Exemplar von „Blockflöte, das kann ich!“ mit der Bitte, in die Notenköpfe seiner Lieder auch Buchstaben zu integrieren. Mittlerweile ist ein komplettes Konzept entstanden für Kinder mit und ohne Behinderung mit unterschiedlichen Fähigkeitsgraden. Wie im ersten Buch ist auch bei „Rolfs Blockflötenwerkstatt“ eine Playback-CD für alle Kinder das verbindende Element. Außerdem gibt es jede Menge Aufgaben, Spiel und Spaß. Sie erscheint voraussichtlich Anfang nächsten Jahres.
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