Erkelenz: Zum Wohle der Kinder
VON DOMINIK MERCKS - zuletzt aktualisiert: 07.02.2007Erkelenz (RPO). Seit einem Jahr setzt sich der Kinderschutzbund in Erkelenz für die Rechte und das Wohlergehen der Kinder ein. Nach Kursen für Eltern und Aktionen zur Sicherheit im Straßenverkehr wird jetzt ein Generationencafé geplant.
Ausschließlich zufriedene Gesichter gab es bei der Mitgliederversammlung des Erkelenzer Ortsverbandes im Deutschen Kinderschutzbund. Vor einem Jahr war die Ortsgruppe aus der „Bürgerinitiative für Spiel- und Sportplätze“ (BISS) hervorgegangen; auf der ersten Jahreshauptversammlung im Forum der Grundschulen am Zehnthofweg blickten die 17 anwesenden Mitglieder auf das erste Jahr zurück und besprachen gleichzeitig die Planungen für das nächste Jahr.
Viele Ideen gesammelt
„Das erste Jahr war sehr, sehr gut“, freute sich Vorsitzender Michael Kutz mit dem Vorstand. In der Öffentlichkeit habe sich der Kinderschutzbund vor allem mit dem Gründungsfest auf der Burg mit 140 teilnehmenden Kindern und der „Fähnchen-Aktion“ zum Weltkindertag dargestellt. „Daneben haben wir viele Kontakte geknüpft und Ideen für die weitere Arbeit gesammelt“, fasste Kutz die Arbeit des Vorstands zusammen.
Erstes Resultat der Ideensammlung war die Gründung von fünf Arbeitskreisen zu den Themen Straßenverkehr, Weltkindertag, Internetauftritt, Generationencafé und „Starke Eltern – starke Kinder“. Dieser Arbeitskreis konnte bereits Ergebnisse präsentieren: Der gleichnamige Elternkursus in Kooperation mit dem Jugendamt geht derzeit erfolgreich in die zweite Runde, ein dritter Kurs ist in Planung. „Der Bedarf an Elternkursen ist groß, die Resonanz ist sehr gut“, berichteten die Arbeitskreis-Mitglieder.
Auch das Generationencafé rückt näher: Ab dem Frühjahr sollen im „Senioren- und Familiencafé“ (SeFa) verschiedene Generationen Zeit miteinander verbringen. Bei diesem Projekt arbeiten die Kinderschützer eng mit der Pro Seniore-Residenz zusammen, die Räume zur Verfügung stellt. Neben der Installierung des „SeFa“ plant der Kinderschutzbund für das laufende Jahr Aktionen zum „Tag der gewaltfreien Erziehung“ am 14. April und zum Weltkindertag am 20. September. Eine Ausstellung zur Kinderarmut soll möglichst bald in Erkelenzer Schulen ausgestellt werden, das Thema Verkehrssicherheit bleibt ein „Dauerbrenner“. Eine lange Liste, die die Kinderschützer rasch angehen wollen.
Dazu passte es gut, dass ein Posten im Vorstand schnell und unkompliziert neu besetzt werden konnte: Aus beruflichen Gründen hatte Karl-Heinz Engels das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden niedergelegt. Seine Nachfolgerin ist Andrea Speder-Ostendorf; ihren Posten als Beisitzerin übernimmt Marietta Ringering. „Im Kinderschutzbund arbeiten alle gut zusammen, denn es geht allen um die Sache – das Wohl der Kinder“, sagte ein zufriedener Michael Kutz.
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