Jüchen: 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Hochneukirch
VON CHRISTIAN LINGEN - zuletzt aktualisiert: 19.04.2010Jüchen (RPO). Auf dem Adenauer-Platz stieg Sonntagnachmittag dichter Rauch auf, als ein Stapel Holzpaletten in Brand geriet. Schnell eilten aus den umliegenden Geschäften Gärtner, Ärzte, Dachdecker und ein Schmied herbei, um mit einer alten Spritze, den Brand zu löschen.
Doch das Feuer war nur ein Teil der Vorführungen, die anlässlich des 150-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Hochneukirch auf dem Marktplatz stattfanden. Los ging die Jubiläumsfeier bereits am Samstag Abend mit einem Konzert der Kölner Musikgruppe "De Räuber", zu dem 700 Gäste in das Festzelt kamen.
Jede Menge Ehrengäste
"Das war ein richtig schöner Abend", resümierte Löschgruppenführer Frank Poestgens anschließend. Gestern begannen die Feierlichkeiten mit einem ökumenischen Gottesdienst im Festzelt, der von dem evangelischen Pfarrer Ulrich Meihsen und Regionaldekan Ulrich Clancett gehalten wurde.
Danach zog die Feuerwehr zusammen mit den Schützen in einem Festzug durch den Ort. Beim anschließenden Festakt begrüßten die Brandbekämpfer Ehrengäste wie Landesverkehrsminister Lutz Lienenkämper, Kreisbrandmeister Reinhardt Seebröker, dessen Stellvertreter Norbert Lange und Schirmherrn Harald Zillikens. Außerdem kamen der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Herbert Palmen, und Ehrenbrandmeisterin Margarete Kranz.
Nach dem musikalischen Frühshoppen standen die Übungen an, zu denen alle Löschzüge der Gemeinde Jüchen antraten und auch Feuerwehren aus Erkelenz, Dormagen und Mönchengladbach zu Gast waren.
Außer einer Fettexplosion zeigte der Löschzug Gierath, wie ein Verletzter aus einem Auto geborgen werden kann. Dazu fuhren die Feuerwehrmänner mit voller Ausrüstung und Martinshorn auf den Adenauer-Platz und zerlegten den Unfallwagen. Die vielen Kinder, die die Löschfahrzeuge bestaunten, durften sogar in einigen Feuerwehrautos Platz nehmen.
Besonders freuten sich die 28 aktiven Brandbekämpfer der Freiwilligen Feuerwehr Hochneukirch über das Geschenk von Nils Kreft. Er hatte den neuen "Marsch der Nöckercher Funkentöter" komponiert, der im Festzelt zum ersten Mal gespielt wurde.
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