Jüchen: 900 000 Euro für Schloss Dyck
VON DÉSIRÉE LINDE - zuletzt aktualisiert: 04.06.2008Jüchen (RPO). Die Stiftung Schloss Dyck wird für ihre Sanierungsmaßnahmen 900 000 Euro bekommen. So zumindest steht es im Programm zur städtebaulichen Förderung des Landes. „Wir warten nur noch auf die Bewilligung“, sagte Stiftungs-Geschäftsführer Jens Spanjer auf Anfrage der RP. Das sei nur noch eine Formsache. Vorgesehen ist, damit unter anderem die Torburg zu sanieren. „Dieser Eingang zur Schlossanlage ist ja auch so etwas wie die Visitenkarte von Schloss Dyck“, sagte Spanjer. Im Frühjahr 2009 soll das Portal fertig sein.
Als zweiten Posten auf der Liste der noch zu erledigenden Arbeiten steht die Sanierung der Schreinerei. „Das ist gut, weil wir so den Verkehr weiter aus dem Schloss raushalten“, erklärte Spanjer. Die 900 000 Euro, von denen 80 Prozent vom Land und 20 Prozent vom Rhein-Kreis Neuss kommen, sind Teil von insgesamt 20 Millionen Euro, die die Stiftung zur Sanierung der gesamten Anlage benötigt und zum Teil auch schon erhalten hat. Seit 2001 läuft die Sanierung, 2010 soll alles fertig sein.
„Gegen Ende, also 2009/2010, stehen dann noch größere Maßnahmen an“, so Spanjer. Dazu gehört etwa die Sanierung der zweiten Hälfte des Stallhofes. Weiteres Geld gibt es dieses Jahr – wie etwa in den vergangenen von der Deutschen Stiftung Denkmal – nicht. Bis Ende des Monats läuft aber noch die Förderung des Europäischen Gartennetzwerks (EGHN) für die „Gartenlust“. „Das Geld von der EU ist aber projektbezogen“, gab Spanjer zu bedenken. Das heißt, es kann auch nur für einzelne Projekte benutzt werden, nicht jedoch für ständig anfallende Kosten wie die Parkpflege.
14 000 Gäste bei der „Gartenlust“
Darüber hinaus verwaltet die Stiftung die 3,1 Millionen Euro EU-Gelder, die aber unter allen EGHN-Mitgliedern aufgeteilt werden müssen. „Für ganz NRW sind darin etwa die Gartenrouten, die Bildungsarbeit und der Austausch zwischen den Staaten enthalten“, erklärte Spanjer. Wie viel von diesen 3,1 Millionen aber genau dem Schloss Dyck zugute kommt, konnte Spanjer nicht genau beziffern.
Vor den Sommerferien steht nun noch das bundesweite Projekt „Lust am Garten“ an, sowie die Operngala am Samstag, 21. Juni. Von der gerade beendeten Gartenlust zog Spanjer ein positives Fazit: „Super erfolgreich“ sei diese Mischung aus Messe, Markt und Unterhaltung gewesen. 2006 waren 6000 Besucher bekommen, voriges Jahr waren es schon 10 000, diesmal kamen 14 000.
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