Jüchen: Bürgerbus-Verein auf dem Weg
VON CHRISTIAN LINGEN - zuletzt aktualisiert: 22.05.2008Jüchen (RPO). Der Bürgerbus als Modell für Jüchen und Korschenbroich – von der Idee, die für die Gemeinde, sowie die Nachbarstadt im Gespräch ist, bis zum ersten rollenen Bus ist es ein weiter Weg. Wie der beschritten werden kann, skizzierte Franz Heckens, Vorsitzender des Dachverbandes Bürgerbus-Vereine NRW, bei einer Info-Veranstaltung, für die er extra nach Jüchen gekommen war. Auf Einladung der Initiative Bürgerbus Jüchen.
Der Bürgerbus soll überall dort zum Einsatz kommen, wo kein Linienbus fährt. Am Donnerstag ist der Bus Thema im Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde. Offen ist derzeit aber noch die Frage, ob es einen gemeinsamen Bus für Jüchen und Korschenbroich geben wird oder jeweils einen. Fest steht, dass es eine Zusammenarbeit zwischen den beiden Gemeinden geben wird. Wie auch immer die aussehen wird.
„Der Sinn eines solchen Busses ist es, die Mobilität älterer und jüngerer Menschen zu steigern“, sagt Hubert Noehlen. Das Mitglied der Initiative Bürgerbus Jüchen wünscht sich vor allem, dass sich viele ehrenamtliche Fahrer finden. Das hat für die Fahrgäste die Folge, dass die Preise aller Voraussicht nach unter dem Tarif des VRR liegen werden.
Läuft alles nach Plan, soll aus der Initiative Bürgerbus Jüchen, in wenigen Monaten, ein Bürgerbusverein werden. „Das ist eine der Voraussetzungen, damit es überhaupt einen Bürgerbus geben kann“, erklärt Heckens. Die anderen beiden Voraussetzungen sind die Beteiligungen der Kommune und eines Verkehrsunternehmens. „Die Kommune deckt die Kosten und das Verkehrsunternehmen übernimmt die Konzession der Fahrzeuge“, beschreibt Heckens die Grundlagen für den Bürgerbus.
Finanziell könnte es Unterstützung des Landes geben: Für Anschaffung und Unterhalt stehen Fördermittel bereit. „Die Anschaffung des Busses alleine reicht aber nicht, damit er fahren darf“, erklärt Heckens. Der Bus darf nämlich nur Platz für acht Fahrgäste haben und dieselbe Grundausstattung wie ein Linienbus. Aber auch diverse Kleinigkeiten wie der EU-Führerschein für die Fahrer sind Pflicht. Nicht zuletzt muss ein Personenbeförderungsschein vorliegen.
„Damit die Bürger sehen, wie wir uns das vorstellen, planen wir Bürgerversammlungen in den betroffenen Dörfern“, sagt Holger Tesmann von der Initiative Bürgerbus Jüchen und SPD-Ratsherr. Genaue Termine stehen noch nicht fest.
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