Jüchen: Der Überraschungskandidat
VON HANNA KOCH - zuletzt aktualisiert: 22.08.2009Jüchen (RPO). Er ist schon der zweite Bürgermeisterkandidat der CDU: Nachdem der Beigeordnete Michael Jansen das Handtuch warf, ist Harald Zillikens der Hoffnungsträger seiner Partei. Der Verwaltungsexperte baut auf seine Berufserfahrung.
Zwar ist Harald Zillikens seit 30 Jahren Mitglied der Jüchener CDU, doch in der ersten Reihe der Kommunalpolitik wollte er bislang nicht mitspielen. Dann ging es vor zwei Monaten Schlag auf Schlag: Der CDU-Bürgermeisterkandidat Michael Jansen gab auf – offiziell aus persönlichen Gründen. Doch eine andere Lesart besagt: Es waren innerparteiliche Querelen, die Jansen resignieren ließen. Zillikens trat die Nachfolge als Bürgermeisterkandidat an – eine Überraschung, denn Zillikens hatte bislang noch nie ein Ratsmandat inne. Dafür ist er Verwaltungsexperte, im Kreishaus Neuss leitet er den Bereich Datenverarbeitung. Mit seiner Berufserfahrung will er bei den Wählern punkten, ebenso wie mit seiner Motivationsgabe, wie er im RP-Fragebogen verrät – solange er dabei nicht auf Gummibärchen verzichten muss.
Zur Person
Geboren 4. Juni 1959 in Odenkirchen.
Ausbildung Nach dem Abitur eine Ausbildung im gehobenen Verwaltungsdienst im Rhein-Kreis Neuss.
Beruf Diplom-Verwaltungswirt. In der Kreisverwaltung Leiter der Abteilung Elektronische Datenverarbeitung.
Jüchen ist. . . eine lebenswerte Gemeinde mit vielen ehrenamtlich engagierten Menschen, in der ich gerne lebe und deren Zukunft ich als Bürgermeister an entscheidender Stelle mit gestalten möchte. Ich will Bürgermeister werden, weil. . . ich gemeinsam mit den Bürgern und Bürgerinnen an der Zukunft unserer Gemeinde arbeiten möchte. Meine letzte schlaflose Nacht wegen einer politischen Entscheidung hatte ich, als. . . Meine Sorgen nehme ich nicht mit ins Bett. Nach Feierabend mache ich mir den Kopf frei mit Ausdauersport. Das ist gesünder als schlaflose Nächte. Wenn eine gute Fee käme, würde ich mir für Jüchen wünschen. . . dass sie die Gemeindekasse füllt, ansiedlungswillige Unternehmen nach Jüchen bringt und viele junge Familien mit Kindern in unserer Gemeinde ansiedelt.
Da es aber keine Feen gibt, werde ich als Bürgermeister daran arbeiten. Jüchens größte Stärke ist. . . seine sehr gute Infrastruktur, attraktive Wohngebiete, hervorragende Schulen und Sportstätten, seine verkehrsgünstige Lage und Schloss Dyck, sowie Polo mit dem Polodrom als attraktive Anziehungspunkte. Jüchens größter Fehler ist. . . dass oft nur das Negative gesehen wird, anstatt stolz auf das Erreichte zu sein, zum Beispiel auf unser modernes Schulzentrum. Wenn ich zum Bürgermeister gewählt werde. . . führe ich als erstes Gespräche mit den Mitarbeitern in der Verwaltung und mit meiner Fraktion, um die nächsten Schritte und Prioritäten festzulegen. Wenn ich nicht Bürgermeister werde, dann. . . werde ich mich weiter in der CDU für Jüchen engagieren. Ich würde gern einen Tag tauschen mit. . . einem Astronauten in der internationalen Raumstation ISS um die Schönheit und Einzigartigkeit unseres Planeten zu bewundern. Mein Liebstes Kleidungsstück. . . ist meine Badehose, denn der Schwimmsport ist meine große Leidenschaft. Meine erste Schallplatte war. . . Gudbuy T'Jane von der Gruppe Slade. Die beste TV-Serie aller Zeiten. . . Ein Herz und eine Seele u. a. mit Heinz Schubert als Ekel Alfred Tetzlaff und Dieter Krebs. Ich bereue. . . keinen Tag meines Lebens. Meine wichtigste Person in der Geschichte. . . Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl, der die Chance zur deutschen Wiedervereinigung entschlossen ergriffen hat. Das war Geschichte live mit Gänsehaut. Wir sind Ende Dezember 1989 nach Berlin gefahren, um das Geschehen in der Stadt nach der Maueröffnung live zu erleben. Als Kind wollte ich sein wie. . . der Schauspieler James Stewart in seinen Western. Ich will unbedingt noch nach. . . Sardinien. Das habe ich meinen Töchtern versprochen.
Auf gar keinem Fall möchte ich sein in. . . einem Staat, in dem es keine Demokratie und keine persönliche Freiheit gibt. Als Gute-Nacht-Lektüre empfehle ich. . . leise Musik als Einschlafhilfe, denn bei guten Büchern kann ich nicht aufhören zu lesen. Das kann ich gut. . . motivieren, moderieren, koordinieren, organisieren und den Menschen zuhören, um ihre Wünsche und Anregungen bei politischen Entscheidungen zu berücksichtigen Das kann ich gar nicht. . . auf Gummibärchen verzichten. Es wäre mir peinlich. . . anderen eine Rolle vorzuspielen. Ich bleibe authentisch. Unbedingt treffen möchte ich noch. . . viele Firmeninhaber, die ihr Unternehmen in Jüchen ansiedeln wollen.
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