Jüchen: Die Sportlerehrung lief rund
VON GARNET MANECKE - zuletzt aktualisiert: 26.01.2009Jüchen (RPO). Eine rekordverdächtige Zahl: 469 Sportler hat der Jüchener Gemeindesportverband am Sonntag für ihre Leistungen geehrt. Ebenso beeindruckend war die Spiel- und Sportshow, die dabei den Zuschauern geboten wurde.
Das blonde Mädchen reckt seinen Hals und versucht um die Beine von Corinna Kriesemer herum auf die Tanzfläche zu schauen. Für einen kurzen Moment verstellt die Pressesprecherin des Gemeindesportverbands Jüchen (GSV) den freien Blick auf die drei- bis fünfjährigen Tänzer in der Peter-Giesen-Halle, die für ihre Choreografie "Tiere brauchen Freunde" viel Applaus einheimsen.
Der Auftakt ist gelungen. In der vollbesetzene Peter-Giesen-Halle eröffnen die Jüngsten das Programm zur Spiel-Sport-Show, die den unterhaltsamen Rahmen für die Ehrung von 469 Sportler aller Altersklassen in 15 Kategorien wird. Der jüngste zu ehrende Sportler ist knapp drei Jahre alt und hat mit Laufen, Springen und Werfen sein Mini-Sportabzeichen gemacht.
Die Auszeichnungen
Mini-Sportabzeichen 34 Kinder unter acht Jahren bekamen das Mini-Sportabzeichen des GSV.
Der Abräumer Zehn Ehrungen bekam der elfjährige Dominik Jagdfeld: vier überörtliche Titel, fünf Gemeindemeisterschaften und das Sportabzeichen in Gold.
Die Ehrengabe des GSV ging an Dagmar und Horst Schröder für ihr Lebenswerk.
Vorbild Moulin Rouge
Sogar beim Husten machen die Turnerinnen des TV Bedburg eine grazile Figur. Die fünf jungen Damen der Meisterschaftsgruppe 18 plus haben sich für ihre Choreografie das Moulin Rouge zum Vorbild genommen. Ihre Beine fliegen hoch in die Luft, wenn sie den Cancan zitieren, an ihren Kostümen glitzern Strasssteine. Nur beim letzten Bild meint es die Regie der Show mit dem Nebel zu gut. Grau dampft die Wolke über die Tanzfläche und umhüllt die Tänzerinnen bis sie nicht mehr zu sehen sind.
Die Rhönrad-Turnerinnen aus Gierath haben in einer Ecke der Halle ihr Lager aufgeschlagen. Dort parken die großen Räder, mit denen sie einige Minuten tanzen. Gelassen bringen Theresa Rohrbach (10) und Sarah Kessel (11) ihr Rad in die richtige Position. Die Musik setzt ein, und die beiden führen mit ihren Körpern das Rad einmal quer durch den Raum. Grazil flechten sie ihre Körper um das Rad, sitzen einmal auf einer der Querstangen, um im nächsten Augenblick kopfüber im Radinnern zu hängen. Allein der Anblick kann schwindlig machen.
"Beim ersten Mal hatte ich etwas Angst, weil es kopfüber geht", erzählt Theresa. Ihre Freundin Sarah hat sie vor zwei Jahren zum Training mitgenommen. Ängste sind das größte Hindernis zu Beginn einer Rhönrad-Turner-Karriere, bei den Kindern wie bei den Eltern. "Aber jeder darf es mal ausprobieren", erzählt Trainerin Susanne Völker. Viele Eltern probieren's auch mal, wenn ihre Kinder damit anfangen. Manche bleiben sogar dabei, wie Elke Buner. Die 49-Jährige hat sich vor einem Jahr von ihrer 15-jährigen Tochter Katja anwerben lassen: "Das macht einfach Spaß."
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