Jüchen: Informatik-Zertifikat für Schüler
zuletzt aktualisiert: 21.02.2012Jüchen (RP). Jeden Freitagmittag haben 16 Neuntklässler der Realschule Jüchen 90 Minuten lang Informatik gepaukt. Knapp ein Jahr lang, in der Info-AG mit Lehrer Klaus Weyerbrock – freiwillig. Ihr Ziel: Sie wollten die drei Prüfungen für das in den USA entwickelte Zertifikat "IC³" bestehen. 14 von ihnen haben das jetzt auch geschafft. Beim letzten Treffen der AG überreichte Klaus Weyerbrock den Schülern ihre Urkunden. Mit den Zertifikaten können sie nachweisen, dass sie sich mit Betriebssystemen, dem Internet, Computer-Bauteilen und Büro-Software gut auskennen.
"50000 bis 60000 dieser weltweit anerkannten Zertifikate werden pro Jahr in Deutschland ausgegeben", erzählte Klaus Weyerbrock. Hinter "IC³", also der "Internet and Computing Core Certification", steht das amerikanische Unternehmen Certiport. Das Zertifikat richte sich vor allem an Schüler der höheren Klassen, sagte Weyerbrock. Er bot seine Info-AG nun zum zweiten Mal an und ist mit der Resonanz der Schüler zufrieden. "Im ersten Kurs haben sieben von 14 Schülern die Prüfungen bestanden", sagte er. "14 von 16 haben es diesmal geschafft, das ist eine sehr gute Quote."
Gut die Hälfte der AG-Teilnehmer hatte nebenher Informatik als Hauptfach, mit drei Stunden pro Woche – so wie Dilara (15). "Wenn ich später beruflich irgendetwas mit Informatik machen will, ist das Zertifikat sehr nützlich", sagte sie nach der Urkundenvergabe. Das Zertifikat sei eine Investition für die Zukunft, meinte auch Mitschüler Marcel (15). Drei Prüfungen, die jeweils 45 Minuten dauerten, mussten Marcel und die anderen AG-Teilnehmer ablegen – im Internet. Marcel und Dilara sind sicher: Allein mit dem bisher Gelernten aus dem regulären Informatik-Unterricht hätten sie die Prüfungen vermutlich nicht geschafft. "Das war wirklich schwierig", findet auch Mirko (15). Er hat keinen Informatik-Unterricht, stattdessen Biologie. Trotzdem kamen die "Fachfremden" in der AG gut mit: "Die anderen haben uns geholfen."
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