kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Jüchen: Jüchen im Staub: FWG fordert Schadenersatz

zuletzt aktualisiert: 07.09.2011

Jüchen (RP). "Wie in einer Sandwüste" fühlte sich Gerolf Hommel, Fraktionsvorsitzender der Freien Wählergemeinschaft (FWG), als er am Dienstag mit dem Motorrad durch Jüchen fuhr. Knirschende Zähne, ein fahler Geschmack auf der Zunge, Staub in Augen und Haaren seien das Resultat der kurzen Fahrt gewesen.

Und schuld sind, da besteht für Gerolf Hommel kein Zweifel, der RWE-Konzern und dessen Braunkohletagebau. Denn durch die starken Winde und die trockene Luft verteilte sich gestern eine gut sichtbare Staubwolke über dem südöstlichen Gemeindegebiet. "Wieder einmal versinkt Jüchen unter einer Staubglocke", schimpft Hommel und ergänzt: "Dieser Zustand ist leider in unregelmäßigen, weil wetterabhängigen Abständen zu ertragen."

Doch die FWG will sich nun zur Wehr setzen. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Fraktion den Vorschlag unterstützt, die Staubentwicklung aus dem Tagebau an akuten Tagen wie dem gestrigen durch Beregnung aus dem Flugzeug in Schach zu halten. "Auf diese Weise könnte man den Staub wirksam binden.

Und genau wie jeder andere, kann auch RWE in den Wetternachrichten sehen, wann günstige Bedingungen für Staubwolken auf Jüchen zukommen – und eingreifen", sagt Gerolf Hommel. Durch eine massive Benässung aus der Luft könnte den aus der Tagebaugrube steigenden Staubpartikeln dann von Anfang an der Garaus gemacht werden.

Mindestens jedoch verlangt Hommel eine Entschädigung durch den Energiekonzern RWE. "Man hat von RWE-Seite nichts unternommen, um den Zustand einzudämmen. Warum geht man nicht frühzeitig hin und überfliegt die verursachenden Tagebauflächen und benässt sie", fragt Hommel.

Zwar räumt er ein, dass solche Aktionen RWE teuer zu stehen kämen. "Man muss sich fragen, ob Profit vor Gesundheit geht", so Hommel. Nach Rücksprache mit seiner Fraktion fordert er nun, dass RWE Schadensersatz leistet. Der Plan: "RWE soll für mindestens einen Monat die Energiekosten aller öffentlichen Gebäude in Jüchen übernehmen. Als Ersatz für die Staubbelastung kämen die Bürger so zumindest zu einer Haushaltsentlastung." Die FWG will einen entsprechenden Antrag für den Gemeinderat formulieren.

Quelle: RP/rl


Jetzt weiterlesen und die Rheinische Post testen.

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Gelderns große Gaudi

Geldern

Gelderns große Gaudi

Volksfeststimmung in der alten Herzogstadt: Die Pfingstkirmes lockt die Besucher in Scharen ... mehr 

NRW-Tag: Kraft bedauert Hückswagens Absage

Detmold/ Hückeswagen

NRW-Tag: Kraft bedauert Hückswagens Absage

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft gibt trotz der Absage der Stadt Hückeswagen die Hoffnung auf einen NRW-Tag 2013 nicht auf. Man werde prü ... mehr 

Vom Niederrhein
Aus der Region

Haus und Garten

Gartenwege selbst anlegen

Aktion "Retten Sie Oper, Ballett, Konzert & Schauspiel in Duisburg"

28.000 Unterschriften für die Opern-Ehe

Video

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Video

Gefangen im Monster-Stau von Peking

In Chinas Hauptstadt gibt es nicht nur viele Menschen, sondern auch ziemlich viele Autos. Kein Wunder also, dass es dort immer wieder zu ... mehr 

Aus der Nachbarschaft
Meistgelesen

Borussia Mönchengladbach

Ter Stegens Albtraum

Zuerst kassierte Borussias Torhüter fünf Treffer gegen den Schweiz – dann flog er aus dem deutschen EM-Kader. Für den 20-Jährigen ist es der erste große Rückschlag seiner Karriere. VON André Schahidi und Thomas Grulke  mehr

 
 

Düsseldorfer Elbsee

Mann stirbt bei Badeunfall

 

Mitglieder bei Hertha entscheiden heute

Fortuna – Ende der Prozessflut?

 

Mitgliederversammlung bei Hertha BSC

Berliner Fans entscheiden über Einspruch

Meistkommentiert

Im Strudel der Schuldenkrise

Finanzmärkte wetten auf Pleite Spaniens

Ministerpräsident Rajoy zweifelte am Montag daran, ob Spanien sich auf Dauer selbstständig finanzieren kann. Zu teuer wird die Rettung der Banken. Prompt schnellten Spaniens Zinsen auf 6,5 Prozent hoch. von Antje Höning  mehr

 

Kritik an der Reform der Verkehrssünderkartei

"Ramsauer veranstaltet ein Durcheinander"

 
 

Bundespräsident auf Israel-Reise

Die heikle Mission des Joachim Gauck

 

Martyrium einer jungen Deutschen in Bosnien

Mutter des Opfers nimmt Peiniger in Schutz

nachrichten aus jüchen

Jüchen

Hochneukircher feiern mit Peter Lüpges

Das Festzelt in Hochneukirch hatte der Zeltwirt eigentlich etwas zu groß geliefert – doch für den sehr gut besuchten Krönungsball bei der Hochneukircher Frühkirmes am Freitag und für den "Klompenball" am Montagabend war es ein Segen, dass rund 600 ... VON Karin verhoeven-Meurer  mehr

 

Unges Pengste 2012

Mehr als 20.000 Besucher feierten mit

Ausnahmezustand in Korschenbroich: Weit mehr als 20.000 Besucher drängten bei bestem Schützen-Wetter bis Sonntagabend, 27. Mai, in die Stadt, um ausgiebig Unges Pengste zu feiern. Außerdem fand die erste Parade des Pfingstwochenendes statt. VON Ruth Wiedner  mehr

 
 
 
 
 
Bilder aus Jüchen
 
Unges Pengste 2012: Die Königsparade am Sonntag
Unges Pengste 2012: Die Königsparade am Sonntag
Unges Pengste 2012: Die Königsparade am Sonntag
mehr 
Großes Feuerwerk bei Unges Pengste 2012
Großes Feuerwerk bei Unges Pengste 2012
Ein Feuerzauber verzückte am Samstagabend ..
mehr 
Unges Pengste 2012: Kult-Party mit "Mrs. Fab"
Unges Pengste 2012: Kult-Party mit "Mrs. Fab"
Samstagabend beim Unges Pengste: Party mit "Mrs. Fab" im Festzelt.
mehr 
 
Familienanzeigen
Regio Extras