kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
       
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Jüchen: Jüchens CDU falsch informiert?

VON HANNA KOCH - zuletzt aktualisiert: 24.09.2009

Jüchen (RPO). Verwaltung und CDU sind sich einig: RWE Power muss sich der Schlichtungsstelle NRW nicht anschließen. Das habe der Braunkohleausschuss der Bezirksregierung deutlich gemacht. Dumm nur: Die endgültige Entscheidung trifft der Landtag – und dort ist die Union ganz anderer Meinung.

Info

Bergbau-Ausschüsse

Braunkohleausschuss Ist der Bezirksregierung angegliedert. Er verhandelt die Braunkohlepläne. Entscheidungen liegen aber bei der Landesregierung.

Unterausschuss Bergbausicherheit im Landtag Regte die Bildung der Schlichtungsstelle NRW an. Sein Ziel: RWE Power soll der Schlichtungsstelle beitreten.

Opfer von Bergschäden hoffen schon seit längerem auf die neu eingerichtete "Schlichtungsstelle NRW". Bei Konflikten um Schäden, die durch den Steinkohlebergbau verursacht wurden, greift die Schlichtungsstelle ein. Meist geht es dabei um die Höhe der zu zahlenden Entschädigungen.

Die Forderung, das Tagebauunternehmen RWE Power möge der Schlichtungsstelle beitreten, erhob der Jüchener Planungsausschuss bereits im April diesen Jahres. Einhellig wurde damals beschlossen, die Verwaltung müsse eine entsprechende Resolution formulieren, die dann an RWE-Power geschickt werden sollte.

Von dieser Entschlossenheit ist heute nichts mehr zu spüren: "Aus Sicht der Verwaltung ist eine Resolution zum Beitritt von RWE in die Schlichtungsstelle Bergschäden nicht erforderlich", heißt es in der aktuellen Sitzungsvorlage des Planungsausschusses. Den Grund für den plötzlichen Rückzug führt die Jüchener Verwaltung gleich an: Sie beruft sich auf eine Sitzung des Braunkohleausschusses vom 28. August. Der hatte festgestellt, die Schlichtungsstelle NRW sei nur für Probleme des Steinkohlebergbaus zuständig. Eine Übertragung auf den Braunkohletagebau sei nicht möglich. Der Grund: Bei Auseinandersetzungen im Bereich Steinkohle stehe die Schuldfrage nicht im Vordergrund – anders als beim Braunkohletagebau. Und bei der Arbeit der Schlichtungsstelle gehe es nur um die Klärung von Schadensersatzleistungen, nicht aber um Streitigkeiten über die Ursache der Bergschäden.

Die Jüchener Verwaltung hinterfragte diese Ausführungen nicht, sondern schlussfolgerte: Eine Resolution an RWE-Power sei nicht nötig. Helmut Kreuz (CDU), Vorsitzender des Planungsausschusses, stimmte dem zu und ergänzte: "Die Selbstdefinition der Schlichtungsstelle passt nicht zum Braunkohletagebau." Und auch CDUler Michael Paschke meinte: "Wir kommen mit einer Schlichtungsstelle nicht weiter."

Doch stimmt das? Die SPD äußerte bereits in der Sitzung Zweifel: "Die Schlichtungsstelle ist eine große Chance", so SPD-Fraktionschef Dr. Holger Tesmann. "Es ist doch klar, dass RWE Power sich einer unabhängigen Einrichtung nicht anschließen will." Doch die Mehrheit des Planungsausschusses ließ diese Einwände nicht gelten: Sie stimmte dagegen, RWE Power zum Schlichtungsstellenbeitritt bewegen zu wollen.

Ein Fehler, findet Josef Hovenjürgen, CDU-Abgeordneter im Landtag NRW. Denn: "Der Braunkohleausschuss ist nicht die entscheidende Instanz." Hovenjürgen ist Vorsitzender des Unterausschusses Bergbausicherheit im Landtag. "Selbstverständlich werden die Gespräche mit RWE Power weitergeführt", sagt Hovenjürgen. "Auf jeden Fall soll das Unternehmen der Schlichtungsstelle beitreten." Das werde trotz der im Braunkohleausschuss geäußerten Zweifel geschehen: "Wir sind letztendlich die gesetzgebende Instanz", sagt der CDU-Abgeordnete. "Es ist auch völlig unverständlich, warum Betroffene von Steinkohlebergschäden anders behandelt werden sollten, als Betroffene mit Schäden vom Braunkohletagebau", so Hovenjürgen.

Die Jüchener CDU hatte den Beitritt RWE Powers zur Schlichtungsstelle auch deshalb verworfen, weil die Gemeinde seit kurzem dem Verband bergbaugeschädigter Haus- und Grundeigentümer (VBHG) angehört. Der Verband stellt kostenlose Gutachter, die mögliche Bergschäden analysieren. Doch Hovenjürgen warnt: "Das ist keine staatliche Organisation, der VBHG unterliegt keiner staatlichen Kontrolle." Bei der Schlichtungsstelle wäre das anders – "und genau davor hat RWE Power Angst", glaubt Hovenjürgen.

Quelle: RP

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Mit 100 durch die 50er-Zone

Polizei kontrolliert in ganz NRW

Mit 100 durch die 50er-Zone

Mit einem 24-Stunden-Blitzer-Marathon will die NRW-Polizei heute gegen Raser vorgehen. Seit ... mehr 

L 239: Streit um Kahlschlag

Mettmann

L 239: Streit um Kahlschlag

Von der Idylle ist an einigen Stellen im Schwarzbachtal nicht viel geblieben. Der Landesbetrieb Straßen.NRW hat den absturzgefährdeten Hang ... mehr 

Vom Niederrhein
Aus der Region

Borussia Mönchengladbach

Arango verlängert bis 2014

Fehde zwischen Bandidos und Hells Angels

SEK findet Waffen bei Rocker-Razzia

Polizei kontrolliert in ganz NRW

Mit 100 durch die 50er-Zone

DEG Metro Stars

900.000 Euro fehlen noch

Borussia Mönchengladbach

Arango verlängert bis 2014

Video

Ringerin aus Krefeld trainiert für Olympiaqualifikation

Aline Focken ist 20 Jahre alt und träumt von Olympia. Die Krefelderin hat die Chance sich für die olympischen Spiele 2012 in ... mehr 

Autokamera filmt riesigen Lichtkegel

Das Video könnte auch aus einem Science-Fiction-Film sein. Blogger jedoch wollen herausgefunden haben, dass es die Explosion eines ... mehr 

Aus der Nachbarschaft
nachrichten aus jüchen

Jüchen

Pater Andreas verlässt Nikolauskloster

Neun Jahre war Pater Andreas Petith Leiter des Nikolausklosters. Nun wird er auf Geheiß seines Oblatenordens nach Österreich ins Kloster Maria Taferl versetzt. Im April nimmt er Abschied vom Kloster. Sein Nachfolger wird Pater Felix Rehbock – der ist ... VON Andreas Gruhn  mehr

 

Jüchen

Spargebot für die Verwaltung

Die Verwaltung soll 280 000 Euro einsparen, der Rat wird aber nicht verkleinert – darauf verständigte sich gestern Jüchens Hauptausschuss auf Antrag der Mehrheit von CDU und FDP. Bürgermeister Harald Zillikens erklärte: "Die Verwaltung ist ... VON Andreas Gruhn  mehr

 
 
 
 
 

Korschenbroich/Jüchen

Schlauer Fuchs erklärt das Netz

Bilder aus Jüchen
Impressionen vom Weihnachtsmarkt auf Schloss Dyck
Impressionen vom Weihnachtsmarkt auf Schloss Dyck
Impressionen vom Weihnachtsmarkt auf Schloss Dyck mehr 
 
Impressionen vom Weihnachtsmarkt auf Schloss Dyck
Impressionen vom Weihnachtsmarkt auf Schloss Dyck
Impressionen vom Weihnachtsmarkt auf Schloss Dyck
mehr 
Mann wird in brennender Scheune verletzt
Mann wird in brennender Scheune verletzt
An der Grevenbroicher Straße / Hemmerdener ..
mehr 
Schloss Dyck: Der Herbst von seiner schönsten Seite
Schloss Dyck: Der Herbst von seiner schönsten Seite
Etwa 100 Händler, Kunsthandwerker und Gärtner zeigen am langen ersten ..
mehr 
Das sind die schönsten Leserfotos der Illumina
Das sind die schönsten Leserfotos der Illumina
Das sind die schönsten Bilder unserer Leser zur Illumina 2011 auf ..
mehr