Jüchen: Kein Geld mehr für Bürgerbeiräte
VON KARIN VERHOEVEN - zuletzt aktualisiert: 19.02.2009Jüchen (RPO). Bürgermeisterin Margarete Kranz ließ keinen Zweifel: "Einladungen, Niederschriften und Sitzungsgelder für die Bürgerbeirats-sitzungen kann sich die Gemeinde ab 2009 nicht mehr leisten." Also werde es künftig unter Geschäftsführung der Gemeindeverwaltung keine Versammlungen der gewählten Vertreter für die Belange der Umsiedler mehr geben.
Dabei geht es den Otzenrather Bürgerbeiratsmitgliedern keinesfalls um Sitzungsgelder, denn niemand hat all die Jahre Sitzungsgeld für sich beansprucht. Alles wurde angelegt und soll demnächst in Form einer Stiftung oder eines Fonds dem Dorf für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung stehen. Beiratsmitglied Hermann-Josef Weidemann fürchtet indes um die Rechtsverbindlichkeit. Handlungsbedarf gebe es immer noch reichlich. Dies bewies auch die 43. öffentliche Sitzung des Gremiums. Weidemann argumentierte: "Es geht um Folgen und Reklamationen aus der Umsiedlung, einige Dinge stehen noch offen." Gewissermaßen steige die Verwaltung mit einem Bein aus.
Die Bürgermeisterin sicherte zwar zu, dass sie und die Fachleute der Gemeindeverwaltung nach wie vor für die Belange der Umsiedler zur Verfügung stehen würden. Heinz Kunze, bisher Fachmann der Gemeindeverwaltung für die Umsiedlung, wird allerdings Ende des Monats nach 17 Jahren als hauptsächliche Kontaktperson in den Ruhestand gehen.
Im Mai wird es eine interne Sitzung geben zwecks Beratung, wie und durch wen die Interessen des umgesiedelten Doppeldorfes in Zukunft vertreten sein sollen. Zur Bebauung der Grundstücke am Sportgelände wurden die Umsiedler offenbar nicht mehr gefragt. Zugesagt wurde zumindest eine Beleuchtung der beiden Brücken am Fußweg zwischen Otzenrath und Spenrath.
Bezüglich einer Dorf- und Vereinsgaststätte scheint sich etwas zu tun. RWE Senior Manager Michael Eyll-Vetter versicherte, dass es einen neuen potentiellen Investor gäbe, der noch nicht genannt werden will. In wenigen Monaten gebe es eine Entscheidung. Michael Eyll-Vetter jedenfalls gab sich zuversichtlich.
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