Jüchen: Kunstrasen grünt später
VON SABINE WOTZLAW - zuletzt aktualisiert: 12.10.2009Jüchen (RPO). Der Bau der Kunstrasenplätze in Jüchen und Hochneukirch verzögert sich. Wenn alles nach Plan läuft, sind die Plätze im Dezember bespielbar. Das Geld aus Grundstücksverkäufen reicht nicht aus, um die hohen Baukosten zu decken.
Training
VfB Hochneukirch Der VfB trainiert während der Bauarbeiten auf dem Rasenplatz, bei schlechtem Wetter auf dem Aschenplatz.
VfL Jüchen-Garzweiler weicht zurzeit zum Training nach Otzenrath und Hochneukirch aus.
Bis Oktober wollte die Gemeinde mit dem Bau der beiden Kunstrasenplätze in Jüchen und Hochneukirch fertig sein. Jetzt steht fest: Die Kicker des VfB-Hochneukirch und VfL Viktoria Jüchen-Garzweiler müssen sich noch bis Dezember gedulden. Grund für die Verzögerung in Hochneukirch ist eine Wasserleitung auf dem Gelände des Kunstrasenplatzes, die um den Fußballplatz an der Feldstraße herum verlegt werden musste.
"An der Sportanlage Stadionstraße mussten wir eine Regenwasserversickerung einbauen lassen, damit das Regenwasser abfließen kann", berichtet Bernhard Krahwinkel von der Gemeinde. Deshalb würden sich dort die Bauarbeiten ebenfalls verzögern.
Anfang Dezember bespielbar
Wenn das Wetter mitspiele, sei der Platz in Jüchen Anfang Dezember bespielbar. "In Hochneukirchkönnten wir bei optimalen Wetterbedingungen noch vor Weihnachten fertig werden", sagt Krahwinkel.
Unterdessen ist VfB-Geschäftsführer Hans Dieter Oversberg optimistisch: "Ich hoffe, dass die Wintervorbereitungen schon auf dem neuen Kunstrasenplatz gemacht werden können." Das zugehörige Kleinspielfeld und die neuen Umkleidegebäude würden aber frühestens im kommenden Jahr fertig. "Mit dem Bau der Umkleide wird im Frühjahr begonnen", berichtet Oversberg. Auch ein passender Name für das neue Stadion muss noch gefunden werden. Im Juli rief der Hochneukircher Fußballclub auf seiner Internetseite die Fans dazu auf, ihre Vorschläge abzugeben: "Feldstadion" könnte das neue Kunstrasenstadion heißen, wenn es nach Oversberg geht. Eine endgültige Entscheidung werde aber erst in sechs Wochen fallen.
Christoph Sommer, Vorsitzender des VfL Viktoria Jüchen-Garzweiler, hofft, dass die Bauarbeiten schnell beendet sein werden: "Wir haben im Moment nur einen Rasenplatz, der in einem katastrophalen Zustand ist", beklagt Sommer. Meisterschaftsspiele seien deshalb derzeit in Jüchen nicht möglich: "Die erste und zweite Mannschaft versucht das Heimrecht mit der Gegnermannschaft zu tauschen. Die Junioren mussten ihr Heimrecht sogar verschenken."
1,9 Millionen Euro kostet der Bau der beiden Jüchener Kunstrasenplätze. Das Geld streckt die Gemeinde zunächst vor. Im Gegenzug hat sie zwei Rasenplätze in Garzweiler und Hochneukirch als Baugebiete ausgewiesen.
Verkaufserlöse reichen nicht
"Ich glaube nicht, dass das Geld aus den Grundstücksverkäufen die hohen Kosten zu hundert Prozent decken wird", sagt Krahwinkel. Zur Höhe des Defizits wollte er sich aber noch nicht äußern: "Das wäre Kaffeesatzleserei", betont Krahwinkel.
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