Jüchen: Nächster Feuerwehrchef könnte Hauptamtler sein
VON BIRTHE ROSENAU - zuletzt aktualisiert: 27.03.2008Jüchen (RPO). Die Gemeinde Jüchen muss für ihren Feuerwehr-Chef in Zukunft vielleicht mehr Geld ausgeben. Denn nachdem Hubert Bierewirtz seinen Rücktritt als Gemeindebrandmeister zur Jahresmitte angekündigt hat, ist für seine Nachfolge auch ein in der Stadtverwaltung angestellter Leiter der Freiwilligen Feuerwehr in der Diskussion. „Neben einem normalen Job lässt sich die Leitung der Feuerwehr kaum bewältigen“, erklärt Bierewirtz seinen Vorschlag.
Er hatte kürzlich seinen Rücktritt als Jüchener Feuerwehr-Chef und stellvertretener Kreisbrandmeister angekündigt, da seine beruflichen Aufgaben die Ehrenämter zeitlich nicht mehr zulassen. „Ich war sprachlos“, erinnert sich Kreisbrandmeister Reinhard Seebröker. „Solche Rückschläge haben wir immer wieder. Die guten Leute verlieren wir an die Industrie, dabei brauchen wir sie auch im Ehrenamt.“
Das Brandschutzgesetz lasse derzeit noch nicht zu, einen reinen hauptamtlichen Leiter der Freiwilligen Feuerwehr zu benennen. „Aber die Kommunen können eine Planstelle schaffen, in der die vorrangige Aufgabe die Leitung der Feuerwehr ist“, weiß Seebröker. So machen es die Nachbarstädte Korschenbroich, Kaarst und Dormagen. „Für Jüchen wäre das auch eine Lösung – wenn es die Gemeinde stemmen kann“, sagt Seebröker.
Bürgermeisterin Margarete Kranz ist zurückhaltend: „Ich habe da immer den Haushalt im Rücken.“ Sie wolle zunächst abwarten, welche Lösungsvorschläge die Feuerwehr intern entwickele und dann darüber beraten. „Natürlich muss die Sicherheit der Gemeinde garantiert werden. Aber wünschenswert wäre es, wenn sich – wie bisher auch – ein Ehrenamtler finden würde“, erklärt sie.
Löschzüge beraten im April
Auch Ralf Kriesemer, Sprecher der CDU-Fraktion, will auf Vorschläge der Feuerwehr warten. „Im Vordergrund steht eine vernünftige Lösung. Wenn es zum Wohle der Gemeinde ist, dann werden wir auch damit verbundene höhere Kosten mittragen“, sagt Kriesemer.
Im April werden sich die Löschzugführer zusammensetzen und über eine Nachfolgelösung für Hubert Bierewirtz beraten. Konkrete Vorschläge gibt es noch nicht. Bierewirtz: „Es sollte jemand sein, der die Feuerwehr vertritt, daher soll der Vorschlag auch aus den Löschzügen kommen.“
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