Jüchen: Neuer Kreisverkehr wird 100 000 Euro teurer
VON ANDREAS GRUHN - zuletzt aktualisiert: 08.02.2012Jüchen (RP). Der geplante Kreisverkehr an der Bundesstraße 59 wird wesentlich teurer als vorher angenommen. Wie die Verwaltung in ihrer Investitionsplanung berichtete, wird der Neubau um rund 104.000 Euro teurer als geplant.
Der Grund: Straßen.NRW besteht darauf, dass der Kreisel drei Meter größer werden muss als ursprünglich vorgesehen (die RP berichtete). Um das Gewerbegebiet an der Robert-Bosch-Straße zu erschließen, setzt die Verwaltung dort auf einen weiteren Kreisel – auch, weil der günstiger als eine Ampel sein soll. Doch nun schnellen die Kosten in die Höhe. Die Liste der geplanten Investitionen wird nun am Donnerstag dem Haupt- und Finanzausschuss des Gemeinderats zur Haushaltsberatung vorgelegt.
32 Meter im Durchmesser hatte die Gemeinde angesetzt, es müssen laut Straßen.NRW aber 35 Meter sein. Ebenso groß ist zum Beispiel der Kreisel am Ortsausgang an der Odenkirchener Straße. Mit fast 45 Metern Durchmesser ist der Kreisverkehr am östlichen Ortsausgang (McDonald's) noch viel größer. Der Kreisverkehr am Markt wiederum ist wesentlich kleiner. Und das hätte die Gemeinde auch gerne an der Robert-Bosch-Straße so gehabt. Doch die Landesverkehrsbehörde hält "35 Meter an der Stelle für optimal", wie es heißt, da es sich um eine Bundesstraße handelt und zudem mit vielen Lkw zu rechnen sei.
Das macht nicht nur den eigentlichen Bau teurer. Dafür rechnete die Verwaltung zunächst mit rund 415.000 Euro. Nun sind es 500.000 Euro. Hinzu kommen auch höhere Kosten für die Ingenieursleistungen. Und die Gemeinde muss nun ein rund 100 Quadratmeter großes Grundstück hinzukaufen.
Dafür sind weitere 10.000 Euro in die Investitionsplanung eingestellt. Dabei handelt es sich um eine Fläche im südlichen Bereich des geplanten Kreisels. Wie teuer damit der Kreisverkehr insgesamt wird, steht noch nicht fest. "Wir gehen weiter davon aus, dass der Kreisverkehr langfristig und verkehrstechnisch günstiger ist als eine Ampelanlage", erklärte Bürgermeister Harald Zillikens zuletzt. Nun beraten Ausschuss und Rat darüber, ob die Kosten in den Haushalt eingestellt werden. "Dann können wir mit Straßen.NRW weiter planen", sagt Dezernent Oswald Duda.
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