Jüchen: Pfarrer Michael Schmitz sagt Garzweiler im Juli Adieu
VON KARIN VERHOEVEN - zuletzt aktualisiert: 12.05.2010Jüchen (RPO). Pastor Michael Schmitz wird nach fast 45 Jahren St. Pankratius verlassen und am 25. Juli, dem Tag seines 60-jährigen Priestertums, die Messe als Abschiedsgottesdienst feiern. Anfang August wird er aus Garzweiler fortziehen.
Michael Schmitz hat diesen schwerwiegenden Entschluss nach eigener Aussage im Laufe des letzten Jahres selbst gefasst. "Mir fällt es sehr schwer, von hier fort zu gehen, denn mich verbindet zu vieles mit Garzweiler", sagt er.
Gravierend sei auch die Zeit der Umsiedlung gewesen, in der er in besonderem Maße für die Garzweiler da war. "Mindestens alle zwei Monate werde ich wieder zu Besuch hier sein," verspricht der 90-Jährige. Doch hofft er auf noch einige Lebensjahre, die er in seiner früheren Heimat Herresbach bei St. Vith/ Belgien verbringen möchte. Regionaldekan Ulrich Clancett hatte Schmitz vor knapp zwei Jahren angeboten, dass er in einem Aachener Altenheim als Seelsorger arbeiten könne.
Nicht übers Herz gebracht
Den Entschluss, Garzweiler zu verlassen, wollte Pastor Schmitz eigentlich nicht zum Schützenfest kundtun, doch: "Unser Kirchenvorstand und der Pfarrgemeinderat rieten dringend dazu," sagt er. Und dass er es nicht übers Herz gebracht hatte, während einer Messe von seinem Weggang zu berichten. Deshalb verfasste er einen Brief, der an die Garzweiler Haushalte verteilt wurde. Im letzten Absatz dieses Schreibens heißt es: "Lieber hätte ich meinen Lebensabend mit Euch hier in Garzweiler erlebt." Aber persönliche Gründe hätten diesen Schritt nahe gelegt und: "Ich bedauere sehr, dass alles so kommen musste." Zum 30. April 2007 bereits war Michael Schmitz Zeit als Pfarradministrator der Pfarrgemeinde St. Pankratius ausgelaufen und der damalige Regionaldekan Dr. Albert Damblon setzte den mit Garzweiler tief verwurzelten Seelsorger wieder in die vakante Pfarrstelle ein – bis zum 1. Dezember 2007.
Eigenen Pfarrer gibt es nicht
Damals versprach Pastor Schmitz, auch nach diesem Termin weiter als Seelsorger in der Pfarre tätig sein zu wollen. Doch das sei damals mit dem Nachfolger abzuklären gewesen. Eine Nachfolge gab aber es nicht, denn St. Pankratius ist keine eigenständige Pfarre mehr. Das hatte nicht nur Pastor Michael Schmitz tief getroffen.
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