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Jüchen: Schloss Dyck fest in Radlerhand

VON BENEDIKT PETERS UND HOLGER HINTZEN - zuletzt aktualisiert: 19.07.2010 - 11:09

Jüchen (RPO). Fast 1200 Teilnehmer der NRW-Radtour machten auf ihrer Route von Bonn nach Mülheim in Jüchen Mittagspause. Die Teilnehmer waren begeistert vom Schloss. Das wirbt inzwischen in ganz Deutschland um Touristen – mit Erfolg.

Ein ungewöhnliches Bild: Hunderte von Radfahrern kamen am Samstagmittag gleichzeitig am Schloss Dyck an. Für sie war das nur eine Zwischenstation auf dem Weg nach Krefeld.  Foto: NGZ
Ein ungewöhnliches Bild: Hunderte von Radfahrern kamen am Samstagmittag gleichzeitig am Schloss Dyck an. Für sie war das nur eine Zwischenstation auf dem Weg nach Krefeld. Foto: NGZ

Als sie um die letzte Kurve fahren, brechen die Radler in Jubel aus, hunderte Fahrradklingeln ertönen. Plötzlich ist es laut auf Schloss Dyck, es wimmelt nur so von bunten Radlerhosen, Trikots und Helmen. Aus den Boxen schallen Klänge des RWE Power Orchesters, das die Radler begrüßt. Samstagmittag war das Schloss Dyck Anlaufstelle für die rund 1200 Teilnehmer der NRW-Radtour.

Auf der dritten Etappe der viertägigen Rundfahrt bewältigten die Radler die rund 70 Kilometer lange Strecke von Neuss bis Krefeld, am Schloss Dyck hielten sie zur Mittagspause.

Eine beliebte Etappe

„Es ist wirklich schön hier“, fand Teilnehmerin Barbara Reese (47) aus Bergkamen, die die Pause auf dem Schloss Dyck mit ihrem Ehemann Siegmund zur Entspannung nutzte. Der 51-Jährige ergänzte: „Die Gegend ist super zum Radeln.“ Die Vorzüge des Pausenortes pries auch Walter Finken, stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Jüchen, der die Radler begrüßte. „Besichtigen sie die Schlossanlagen oder das Miscanthus-Dorf“, empfahl er. Trotz des Tipps entspannten die meisten Radler aber lieber auf den umliegenden Wiesen. „Es macht super Spass, aber ist auch anstrengend“, erzählte die zwölfjährige Jana aus Wuppertal. Das konnte ihre Mutter, Heidi Kollock, bestätigen. „Abends ist man schon froh, wenn man am Ziel angekommen ist.“ Zufrieden waren die Radler nicht nur mit dem Pausenort Schloss Dyck.

„Insgesamt ist die Stimmung einfach super“, berichtete Teilnehmerin Liane Hoffmann aus dem Siegerland. „Wir fahren in einer großen Gruppe, aber alle nehmen Rücksicht aufeinander.“ Das konnte auch die Willicherin Erika Kamphausen bestätigen. „Trotz meines Alters kann ich gut mithalten“, erzählte die 79-Jährige.

Die Radfahrer der NRW-Tour machen nur einen Bruchteil der mehr als 240 000 Besucher aus, die Schloss Dyck im Jahr verzeichnet. In Heerscharen kommen sie bei Veranstaltungen wie den Classic Days, dem Lichtspektakel „Illumina“ und der Schlossweihnacht.

Aber auch an ganz normalen Tagen ist das Schloss ein Touristik-Ziel. Um das bekannt zu machen, wirbt die Stiftung Schloss Dyck unter anderem bei Bus-Unternehmen, die einen Abstecher nach Damm im Paket mit Besuchen auf der Feste Zons oder der Skihalle verbinden. „Die meisten Bustouristen kommen aus einem Umkreis von 150 bis 200 Kilometern“, sagt Anja Spanjer, Sprecherin der Stiftung. Da auch die Niederlande zum Einzugsbereich gehören, gibt es auf Dyck auch Führer, welche die Rundgänge in Niederländisch anbieten.

Quelle: RP

 
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