Jüchen: VfL Viktoria: Gemeinsam gegen den Abstieg
VON SASCHA KÖPPEN - zuletzt aktualisiert: 23.07.2008Jüchen (RPO). Der Zusammenhalt im Kader und das Vereinsleben sind zwei entscheidende Faktoren beim Fußball-Bezirksligisten VfL Viktoria Jüchen/Garzweiler. Sonst hätte es in der spannenden Schlussphase der abgelaufenen Saison, als so mancher den Verein schon abgeschrieben hatte, vielleicht nicht zum Klassenverbleib gereicht. Das weiß auch Trainer Georg Krahwinkel, der das Team im Januar übernahm. „Die Atmosphäre im Verein war in den vielen Jahren, in denen ich jetzt schon Trainer bin, nicht überall so gut“, stellt er klar.
Personell wird er sich auf eine neue Situation einstellen müssen. Denn Leistungsträger wie Dimitri Wunder, Tim Otto (beide TuS Grevenbroich) und Lukas Baumann (zieht nach Hamburg) werden fehlen. „Vor allem Lukas Baumann hat Perspektiven, um noch einige Ligen weiter oben zu spielen“, sagt der erfahrene Krahwinkel. Auch Akin Iyicakmaz hat den Verein verlassen.
Zahlenmäßig hat der VfL die Abgänge aber mehr als ersetzt: Mit Andreas Haßlinger und Simon Tüscher kommen aus Odenkirchen Spieler mit Landesliga-Erfahrung. Marcel Winkens von Germania Geistenbeck soll das größte Problem lösen – die Offensive: „Von ihm erwarte ich ganz klar, dass er seine Torquote der vergangenen Jahre hält“, sagt Krahwinkel. Mit seinem Sohn Tim, Marco van Luyk und Oliver Zumbruch holte Krahwinkel drei Spieler vom VfB Hochneukirch, wo er selbst wohnt. René Krienen aus Erkelenz, neben Zumbruch ein weiterer Torhüter, komplettiert den Reigen der Neuzugänge. Somit hat Jüchen mit Markus Klütsch drei Keeper.
Mannschaft breiter aufgestellt
„Wenn man im Juni fast abgestiegen wäre, ist es jetzt Unsinn, etwas anderes als den Klassenerhalt als Ziel auszugeben“, nennt Krahwinkel das Saisonziel. Das könnte klappen, wenn es nicht so viel Verletzungspech gibt wie vergangene Saison. „Die Mannschaft ist auch für einen solchen Fall jetzt breiter aufgestellt, die Qualität lässt sich erst später beurteilen“, so der Trainer.
Doch in einem Punkt ist er sich mit seinem Obmann Jürgen Klütsch absolut einig. Eine Zittersaison wie zuletzt will der Verein so schnell nicht noch einmal erleben. Auch, dass der VfL wieder mit den Gladbacher Vereinen in einer Gruppe spielt, kommt positiv an. „Die meisten Spieler haben zum Rheydter SV oder zu Neuwerk eher eine Beziehung als zu den Düsseldorfer Klubs“, sagt Klütsch.
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