Gemeinde Grefrath: Abtei-Konzert: Organistin stellt Zupfinstrument vor
zuletzt aktualisiert: 07.02.2012Gemeinde Grefrath (RP). Ute Gremmel-Geuchen möchte am Sonntag, 12. Februar, in der Abtei Mariendonk das Interesse für das Cembalo wecken.
Ab 19 Uhr wird die Organistin der Kempener Paterskirche während eines Gesprächskonzerts, das zugleich ein Benefizkonzert zugunsten des Freundeskreises der Abtei ist, das historische Instrument sowie verschiedene Arten der Cembalo-Musik vorstellen.
"Die Erfahrung zeigt, dass die Zuhörer sehr dankbar sind, wenn man ihnen kurz die Hintergründe erklärt", sagt Ute Gremmel-Geuchen. Die Musik soll dabei nicht zu kurz kommen. Und so wird die Organistin mit ihrem Cembalo Musik der Renaissance, des Früh- und des Hochbarocks anstimmen. "Bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts galten Orgel und Cembalo als die Tasteninstrumente", erläutert die Organistin, die zeigen möchte, dass es quantitativ genauso viele Cembalo-Stücke gibt, wie Werke fürs Hammerklavier.
Dass die Saiten des Instrumentes beim Spiel gezupft werden und welche Spieltechnik nötig ist, damit sich die Töne überlappen und einen vollen Klang ergeben, wird Ute Gremmel-Geuchen ebenfalls erläutern und in die Praxis umsetzen. Auf dem Programm stehen italienische (Girolamo Frescobaldi) und französische Werke (Francois Couperin) für das historische Tasteninstrument. Das Bindeglied bilden Stücke von Johann Jakob Froberger. "Als Abschluss habe ich bewusst Bachs Italienisches Konzert ausgewählt", erläutert die Organistin. "Es wird heute häufig auf dem Klavier gespielt. Bach hat dies nie getan – er spielte Cembalo."
Ute Gremmel-Geuchen freut sich auf ihr erstes öffentliches Cembalo-Konzert in der Abtei. "Man ist dort nah an den Zuhörern und kann einen direkten Kontakt aufbauen."
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