Stadt Kempen: Antonia lockt zum Lesen
VON SILVIA RUF-STANLEY - zuletzt aktualisiert: 06.01.2012Stadt Kempen (RP). Jahresrückblick 2011 und Aussicht auf 2012 enthält der neu erschienene Newsletter der Stadtbibliothek Kempen. Die Bilanz des abgelaufenen Jahres kann sich sehen lassen. Leiterin Ursula Wiltsch legt Wert auf Leseförderung.
70 Veranstaltungen gab es in der Kempener Stadtbibliothek im Kulturforum Franziskanerkloster, an denen 1700 Gäste teilnahmen. 47 000 Besucher gab es insgesamt in der Bibliothek, die über 280 000 Medien ausliehen.
Tausende Sachbücher, Kinderbücher, Romane und elektronische Medien wurden angeschafft, dazu 300 Comics und 450 Jugendbücher. 867 Zeitschriftenhefte liegen neu in den Regalen. Und ganz neu ist auch "Antonia von Kempen" in der Bibliothek. Das Federvieh aus Stoff mit dem eleganten Namen nimmt sich der Leseförderung der Kinder an. Sie hat ihren Platz hinter der Ausleihtheke, aber ist durchaus bereit, ihren "Stammsitz" immer wieder mal zu verlassen.
Öffnungszeiten
Adresse Stadtbibliothek im Kulturforum Franziskanerkloster in Kempen, Burgstraße 19, Telefon 0 21 52 917- 411
Geöffnet Dienstag 11 bis 17 Uhr
Mittwoch 14 bis 17 Uhr
Donnerstag 14 bis 18 Uhr
Freitag 11 bis 17 Uhr
Samstag 11 bis 13 Uhr
Montag geschlossen
bibliothek.kempen.de
Sie ziert in Zukunft die Plakate der Kinderveranstaltungen. Antonia mag gerne Kontakt, daher hat sie unter antonia@kempen.de eine eigene e-mail-Adresse. Dort können Kinder ihr eigene Geschichten erzählen, Fragen stellen und vieles mehr. Und natürlich findet sich Antonia von Kempen auf der Homepage www.bibliothek.kempen.de.
Der Name kam von ihrem "hochherrschaftlichen Aussehen", erzählt Bibliotheksleiterin Ursula Wiltsch. Außerdem sei ihre Aufgabe der Leseförderung ganz im Sinne des mittelalterlichen Kirchenlehrers Thomas a Kempis.
Immer mehr verändert sich das Aussehen der Räume in der oberen Etage des Kulturforums an der Burgstraße. Farbiger, einladender gegliedert präsentieren sich die Räume. Die Romanabteilung bekam zur besseren Übersicht eine neue Beschriftung der Regale. Dies konnte im Zuge der Erneuerung des Romanbestandes und als Abschluss des Landesprojektes "50+ - mitten drin" umgesetzt werden. Liebhaber längst vergessener Leseschätze vor allem aus den 50er und 60er Jahren können demnächst jeweils Donnerstag von 17 bis 18 Uhr fündig werden. Denn dann öffnet die Bibliothek ihr Magazin mit über 6000 Büchern zum Stöbern.
Der Ausblick für 2012 zeigt, dass die Bibliothek sich keineswegs auf ihrer erfolgreichen Arbeit ausruht. Alle Bücher der "Antolin-Reihe", die sich besonders um die Leseförderung von Schülern in der ersten Klasse bis zur zehnten Klasse kümmert, werden besonders gekennzeichnet und zudem sind die Anatolin-Listen über die Homepage der Bibliothek abrufbar. Außerdem hofft die Einrichtung auf Landesmittel, um die Jugendbibliothek neu einrichten und möblieren zu können. Der Comic- und Mangabestand wird erweitert, außerdem werden graphic-Novels sowie Blue-Ry-Filme, PS3-Spiele und N3DS neu angeschafft.
Es zeigt sich: Die gute alte Bücherei ist inzwischen längst zur modernen Mediathek geworden. Dazu gehört auch, dass die Bibliothek sich an einem Verbund der Niederrhein-Bibiliotheken zum Austausch von Rezensionen beteiligt. Die Besucherzahlen belegen den Erfolg des Konzepts. Frage des Tages
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