Kempen: Auftakt nicht ganz nach Maß
VON SILVIA RUF-STANLEY - zuletzt aktualisiert: 01.12.2008Kempen (RPO). Alle Jahre wieder – so auch an diesem ersten Adventswochenende: Die Kempener Innenstadt verwandelt sich in einen großen Weihnachtsmarkt. Der erste von drei Märkten startete mit kleinen Schwierigkeiten.
Die Altstadtgassen und der Buttermarkt lockten schon am frühen Samstagnachmittag viele Besucher. Das kalte, klare Wetter lud zum Bummel durch die festlich geschmückten Straßen. Die Rechnung ging am Sonntag leider nicht auf, da hatte das typisch niederrheinische Schmuddelwetter die Kempener leider wieder eingeholt. Trotz des Nieselregens war Werberingvorsitzender Reinhard Stein aber guter Dinge.
Gemeinsam mit dem stellvertretenden Bürgermeister Karl-Heinz Hermans hatte er am Samstagabend den Weihnachtsmarkt eröffnet. Stein wünschte, dass das diesjährige Weihnachten „ein Fest der Freude, des Friedens und der Hoffnung wird“, gerade angesichts oder auch trotz der weltweiten Finanzkrise. Viel Hoffnung habe dem Werbering gemacht, dass nicht ein einziger der Sponsoren des Bühnenprogramms auf der Marktbühne abgesprungen sei. Und auch der Tenor unter den Kunden sei, dass man doch trotz Wirtschaftskrise den Lieben daheim schöne Weihnachtsgeschenke machen wolle.
Die Termine
Der Weihnachtsmarkt findet noch am zweiten und dritten Adventswochenende in den Straßen der Innenstadt statt. Samstags öffnet der Markt um 10 Uhr, Sonntag um 11 Uhr, Ende ist jeweils um 19.30 Uhr. Infos zum Weihnachtsmarkt unter
Dennoch verspürte man bei den Spaziergängern Zurückhaltung. Es wurde viel geschaut, manches begutachtet, aber nach Aussage vieler Händler eher zögernd gekauft. Insgesamt war das Angebot ausgewogen und bot eigentlich für jeden Geldbeutel und jeden Wunschzettel etwas. Schöner Schmuck, weihnachtliche Dekoration, Holzspielzeug, Wärmendes für Kopf, Hals und Hände, Nützliches für Haushalt und Küche.
Zwischendurch auch immer wieder Stände, die durch die Originalität des Angebots oder auch der liebevollen Darbietung des Angebots die Blicke auf sich zogen. An einem Stand am Buttermarkt konnten sogar Puppenkinder perfekt für die kalte Jahreszeit eingekleidet werden. Für besonders viel Flair sorgten die kleinen Musikanten in den Straßen. Da spielten auf der Judenstraße zwei Mädchen auf der Klarinette Weihnachtslieder, ein Stück weiter hörte man Flötentöne, in der nächsten Straße eine Geige. Sie alle trugen zur weihnachtlichen Stimmung bei.
Ein wenig schlecht sei in diesem Jahr die Abstimmung mit der veranstaltenden Firma Gaudium gewesen, gab Stein unumwunden zu. So war zum Beispiel die Eröffnung des Weihnachtsmarktes eigentlich für 15 Uhr im Programm angegeben, obwohl sie eben erst am Abend stattfand. So gab es auf dem Buttermarkt zwischen 15 und 16.30 Uhr kein Programm, worauf sich der Markt auch schlagartig leerte. „Es ist nichts los“, fasste Marga Nieting die Stimmung zusammen. Gleichzeitig bemängelte sie die Lücken zwischen den Ständen in den Straßen. Diese sind allerdings beabsichtigt, so Stein, denn an Tagen mit viel Andrang braucht man einfach diesen Platz für die vielen Besucher. Frage des Tages
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