Stadt Kempen: Bald kommen die Wohnmobile
VON ANDREAS BUCHBAUER - zuletzt aktualisiert: 24.09.2010Stadt Kempen (RPO). Zu St. Martin wollen Dieter Riedel und Matthias Plaschka die ersten Reisenden auf ihrem Wohnmobilstellplatz an der Berliner Allee begrüßen. Noch gibt es viel Arbeit – und bis zum Frühjahr erst mal ein Schnupperangebot.
Noch sieht das Grundstück, auf dem bald Wohnmobilisten einen komfortablen Stellplatz finden sollen, eher nach Biotop denn nach Ferienparadies aus. Dieter Riedel und Matthias Plaschka, die das 2800 Quadratmeter große Grundstück von der Stadt gepachtet haben und hier zu St. Martin die ersten Reisenden begrüßen wollen, sind guter Dinge, dass die Bauarbeiten rechtzeitig anlaufen. In spätestens zwei Wochen sollen die ersten Stellplätze entstehen. Bis zum Frühjahr soll das Gelände dann 29 Stellplätze bieten. Ihre Größe: 54 bis 66 Quadratmeter. "Wir sind sicher, dass Kempen als Reiseziel für Wohnmobilisten sehr gefragt sein wird", sagt Dieter Riedel.
Das Angebot
Reisende Die Stellplätze werden ausschließlich an Wohnmobilisten vergeben. Das Angebot richtet sich nicht an Wohnmobil-Reisende und Camper.
Aufenthalt Im Durchschnitt bleiben Wohnmobilisten etwa drei Tage an einem Ort. Eher selten sind ein- oder gar zweiwöchige Aufenthalte.
Reisemobilisten bringen Geld
Bislang ist die Thomasstadt ein weißer Fleck auf der Reisekarte für Wohnmobilisten. Bürgermeister Volker Rübo ist froh, dass sich dies nun ändert. Auch weil die Reisenden – meist Senioren – Geld in die Stadt bringen und die Wirtschaft ankurbeln. Einzelhändler und Gaststätten dürfte das freuen. Denn die Reisenden verbinden Stadtbesichtigung und Bummel gerne miteinander. "Außerdem gehen viele Wohnmobilisten lieber aus essen statt selbst zu kochen", sagt Matthias Plaschka.
Er weiß, wovon er redet. Plaschka hat Deutschland und Europa schon häufig mit dem Wohnmobil bereist. Er und seine Frau Beate lieben diese Art, unterwegs zu sein. Und sie wissen, worauf es bei einem Wohnmobilstellplatz ankommt. "Die Leute wollen den Kontakt mit den Betreibern. Sie wollen auch einfach mal dasitzen und ein bisschen erzählen", sagt Matthias Plaschka.
Deshalb werden Dieter Riedel und er, die den Kempener Stellplatz gemeinsam betreiben werden, ihr Hauptaugenmerk auf den Service richten. Auch soll eine enge Verknüpfung zu den touristischen Angeboten in der Stadt her. Denkbar seien unterschiedliche Pakete, die vor Ort buchbar sind und die Entdeckung der Stadt und des Umlandes erleichtern sollen. Stadttouren sollen direkt vom Wohnmobilstellplatz aus organisiert werden, Radwegekarte und Informationen zu Ausflugszielen ausgegeben werden. "Das Niederrhein-Fahrrad zum Beispiel kann man direkt nebenan beim Sporthotel mieten", sagt Dieter Riedel.
Zufrieden sind die künftigen Betreiber auch mit dem Standort des Stellplatzes am Parkplatz beim "Aqua Sol" an der Berliner Allee. "So können unsere Gäste mal schnell ins Schwimmbad gehen, wenn sie Lust dazu haben", sagt Riedel. Der Fußweg: keine Minute.
Schnupperangebot
Bis zum Frühjahr bieten Riedel und Plaschka die Stellplätze als Schnupperangebot zum halben Preis an. Danach zahlen Gäste sieben Euro pro Tag beziehungsweise 18 Euro für drei Tage. Die Kilowattstunde Strom soll 50 Cent kosten, für 80 Liter Wasser wird ein Euro fällig. Auf die notwendioge Infrastruktur haben Riedel und Plaschka großen Wert gelegt. Frage des Tages
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