Kempen: „Aus Willich und Nettetal kam Druck“
zuletzt aktualisiert: 30.09.2006Kempen (RPO). KREIS VIERSEN (rei/ude) „Wir begrüßen die Initiative der Bürgermeister von Schwalmtal und Niederkrüchten in Sachen Bücherbus“, erklärte gestern Marianne Lipp, Vizevorsitzende der Grünen-Kreistagsfraktionen der RP. Sie ist auch kulturpolitische Sprecherin ihrer Fraktion im Kreistag. Sie verwahrte sich gegen Äußerungen des CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzenden Rudolf Alsdorf, die Kommunen aus dem Westkreis hätten in Sachen Bücherbus Druck auf die Kreisverwaltung ausgeübt. „Wir wollen den Bücherbus erhalten. Doch nachdem Tönisvorst und Grefrath aus dem gemeinsamen Service für die Bürger ausgestiegen sind, können die verbleibenden Westkreis-Gemeinden die Kosten nicht allein schultern“, meinte Frau Lipp. Der Westkreis brauche eine qualitativ hochwertige Bücherei-Versorgung, so Lipp. Alsdorf wiederum fand sich gestern falsch verstanden. Nicht Kommunen im Westkreis hätten Druck ausgeübt, betonte er, sondern der sei von den Städten gekommen, die inzwischen eine eigene Bücherei haben und finanzieren. „Das waren allen voran Politiker aus den Städten Willich und Nettetal“, sagte er gestern im RP-Gespräch. Diese Diskussion laufe seit einem Jahr, und er habe sogar Verständnis dafür, dass diese Kommunen nicht über dieKreisumlage auch noch die Kreisbibliothek in Kempen finanzieren wollten. Nun habe die Kreisverwaltung, die nicht die Triebfeder gewesen sei, den einstimmigen Auftrag (dem auch die Kempener Grünen-Politikerin Alexa Bernards-Niermann im Kreiskulturausschuss zugestimmt habe), eine verträgliche Lösung zu finden: „Da muss jetzt der Landrat verhandeln.“
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