Kempen: Bewusstsein für Klima schaffen
VON JANNETTA SZPAK - zuletzt aktualisiert: 06.08.2009Kempen (RPO). Die Umweltgruppe Kempener Kirchengemeinden zeigt bald eine Ausstellung der vereinten evangelischen Mission zum Thema "Klima der Gerechtigkeit" in der Propsteikirche. Zurzeit ist sie im Naturschutzhof Lobberich.
Lobberich/Kempen Sabine Lichters kommt mit ihrem Hund jeden Tag zum Naturschutzhof im Sassenfeld in Lobberich. Die Ausstellungseröffnung zum Thema "Klima der Gerechtigkeit" fasziniert die Leutherin. Sie steht vor einer großen Tafel mit 49 Zitaten. Sechs davon kann sich jeder als guten Vorsatz mitnehmen. "Jeder kann etwas für den Klimaschutz tun", sagt Christina Henke, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit auf dem Naturschutzhof.
CO2-Ausstoß ausrechnen
Besonders oft haben sich die Besucher für den Gedanken: "Ich werde das Autofahren stark einschränken" und "Klimafreundliche Vorhaben können rentabel sein" entschieden. Zum ersten Mal zeigt die Umweltgruppe Kempener Kirchengemeinden die Ausstellung der vereinten evangelischen Mission in Lobberich, ab Mitte August wird sie in Kempen in der Propsteikirche gezeigt. Am Computer können Besucher den CO2- Ausstoß pro Haushalt ausrechnen (www.latschlatsch.de).
Wo und wann zu sehen
Naturschutzhof Nettetal, Sassenfeld 200, Nettetal-Lobberich
Öffnungszeiten montags bis donnerstags von 8 Uhr bis 16 Uhr geöffnet, freitags bis 14.30 Uhr, außerdem in den Sommermonaten auch sonntags von 11 Uhr bis 17 Uhr, der Eintritt ist frei.
Dauer bis zum 11. August
Propsteikirche Kempen ab dem 14. August bis 30. August
Öffnungszeiten Sonntag bis Freitag 14.30 bis 17 Uhr, zusätzlich Dienstag und Freitag, 10 bis 12.30 Uhr
Martin Schieblon ist dreifacher Familienvater und engagiert sich sehr, um die Menschen auf den bevorstehenden Ölmangel in 30 Jahren aufmerksam zu machen. Mit einer Jugendgruppe ist er nach Afrika gereist und hat zusammen mit Einheimischen 530 Ölpalmen gepflanzt. Ein Ereignis, dass ihn geprägt hat. Zusammen mit seiner Umweltgruppe setzt er sich für die Verbesserung des Klimas ein.
Viele Tafeln und interaktive Elemente zeigen den Klimazustand auf der ganzen Welt. Martin Schieblon und Christina Henke erklären den Besuchern, worauf es ankommt und wie man etwas für die Umwelt tun kann. In der Mitte des Raumes steht ein aufgeblasener Globus. Auf die kleinen Besucher wartet dort ein Quiz mit Fragen wie: Was wird in Java/Indonesien aus Kuhdung hergestellt? Oder: Wie viele Stunden scheint die Sonne in Nordwestchina im Jahr? Natürlich gibt es alle Antworten in der Klima-Ausstellung.
Die Ausstellung ist in drei Teile gegliedert: Während im ersten die Klimaprobleme dargestellt werden, stehen im zweiten Teil die Länder im Mittelpunkt. Im dritten und letzten Teil geht es darum, was Kirchengemeinden, Schulen, Familien und jeder Einzelne für den Klimaschutz tun kann. Die Organisatoren freuen sich, dass am ersten Ausstellungstag in Lobberich bereits zwei Reisegruppen eingetroffen sind.
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