Kreis Viersen: Blauzungenkrankheit: 28 Betriebe betroffen
zuletzt aktualisiert: 07.09.2007Kreis Viersen (RPO). Die Blauzungenkrankheit breitet sich im Kreis Viersen weiter aus. Zwei Wochen nach den ersten Meldungen über die Tierseuche sind mittlerweile 28 Betriebe betroffen. „Darunter fallen 19 Schaf- und neun Rinderhaltungen,“ sagt Dr. Helmut Theißen, Leiter des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes. Insgesamt sind schon 60 Tiere an den Folgen der von Mücken übertragenen Virusinfektion verendet. Im Vergleich zum Vorjahr, als die Blauzungenkrankheit das erste Mal in diesen Breitengraden festgestellt wurde, sei die Krankheitsrate in diesem Jahr deutlich höher. Einen möglichen Grund für die steigenden Zahlen hat Theißen auf einer Informationsveranstaltung der Landwirtschaftskammer NRW und des Schafzuchtverbandes in Bad Sassendorf erfahren. „Dort wurde bekannt gegeben, dass das Virus mittlerweile auch von heimischen Mückenarten übertragen wird“, so Theißen. Normalerweise wird der Erreger der Blauzungenkrankheit nur durch eine spezielle Mückenart, die so genannten Gnitzen, weitergegeben. Mit Hochdruck wird derzeit an einem neuen Impfstoff gearbeitet.
Theißen rät allen Tierhaltern, ihre Tiere vorbeugend mit Insekten abwehrenden Mitteln, so genannten Repellentien, behandeln zu lassen. Denn ein Ende der Epidemie sei vorerst nicht abzusehen. Er erinnert aber daran, dass die Blauzungenkrankheit anzeigepflichtig ist. Schon den Verdacht einer Erkrankung muss der Tierhalter oder Tierarzt dem Veterinäramt sofort melden. Ausdrücklich weist Theißen darauf hin, dass die Erreger der Blauzungenkrankheit für Menschen ungefährlich seien. Daher können auch Fleisch und Milchprodukte ohne Bedenken konsumiert werden.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



