Kreis Viersen: Blauzungenkrankheit auch in Rinderbeständen
zuletzt aktualisiert: 11.10.2007Kreis Viersen (RPO). Die Blauzungenkrankheit im Kreis Viersen breitet sich vermehrt in Rinderbeständen aus. 69 Betriebe mit 29 Schaf- und 40 Rinderhaltungen sind betroffen. „In diesen Betrieben werden ingesamt 1326 Schafe und 5150 Rinder gehalten, berichtet Dr. Helmut Theißen, Leiter des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes. 114 Schafe und 16 Rinder sind an den Folgen der von Mücken übertragenen Virusinfektion verendet.
Nach wie vor können die Halter ihre Tiere nur mit Insekten abwehrenden Mitteln, so genannten Repellentien, behandeln und den Gesundheitszustand der Tiere genau beobachten. Schon der Verdacht auf eine Erkrankung muss dem Veterinäramt gemeldet werden. An einem Impfstoff wird weiter fieberhaft gearbeitet, doch er wird nach derzeitigem Stand frühestens 2008 eingesetzt werden können.
So bleibt den Tierhaltern nur die Hoffnung auf einen frühen Kälteeinbruch: „Durchschnittliche Tagestemperaturen unter zehn Grad und Nachtfrost für ein bis zwei Wochen dezimieren die übertragenden Mücken und damit das Infektionsrisiko für die Wiederkäuer“, so Theißen. Er weist noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass die Erreger der Blauzungenkrankheit für Menschen ungefährlich seien. Fleisch und Milchprodukte können daher bedenkenlos konsumiert werden. www.kreis-viersen.de
Informationen beim Veterinäramt unter Telefonnummer 02162-391311,- 1312 oder -1314.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



