Kempen: Bürgerbusverein vor der Gründung
VON NATASCHA BECKER - zuletzt aktualisiert: 19.05.2007Kempen (RPO). Die Arbeiterwohlfahrt in Kempen, allen voran Awo-Ortsvereins- und Kreisverbandvorsitzender Rainer Zeitz, macht sich weiter für die Installierung eines Bürgerbusses in Kempen stark. Und das, obwohl die Stadt Kempen bereits Anfang Februar signalisiert hat, dass sie kein Interesse an einem Bürgerbus habe. „Sie sieht keine Notwendigkeit dafür. Beigeordneter Volker Rübo hat auf ein Gutachten verwiesen, das untermauere, dass der ÖPNV in Kempen ausreiche. Das habe ich aber trotz Zusage bis heute nicht gesehen“, informierte Zeitz. Die Haltung der Stadt stößt bei ihm auf Unverständnis, denn gerade sei die Fortschreibung der Altenhilfeplanung Kempen vorgestellt worden, und da stehe klar, dass 30 Prozent der Bürger die Erreichbarkeit des Zentrums mit dem ÖPNV als unzureichend empfinden. Hinzu komme, dass sich Hans Ferber in der Altenhilfeplanung schriftlich dazu äußert, dass „die Problematik des ÖPNV und der Defizite in der Infrastruktur bereits seit längerem bekannt sind. Die Kommune alleine könne keine Abhilfe schaffen. Hier sei die Initiative der Bürger wichtig“.
Nun zeige die Awo Initiative mit dem Einsatz für einen Bürgerbus, werde aber von Seiten der Stadt abgebügelt, klagte Zeitz. Dies gehe sogar soweit, dass für die Gründungsversammlung für einen Bürgerbusverein keine öffentliche Räumlichkeit zur Verfügung gestellt wurde. Daher wird die Gründungsversammlung nun am 31. Mai um 18 Uhr im Gemeindehaus der evangelischen Kirche Kerkener Straße 13 stattfinden. Alle Bürger, die die Initiative unterstützen oder sich als ehrenamtliche Fahrer engagieren möchten, sind angesprochen.
Es bewegt sich aber noch mehr bei der Awo. Ein Umzug steht ins Haus. Am 1. Oktober wird sie von der Burgstraße 22 in neue Räumlichkeiten Spülstraße 15 bis 16 ziehen. „Wir vergrößern uns von 65 auf 150 Quadratmeter und alles wird zudem behindertengerecht sein“, freut sich Zeitz.
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