Gemeinde Grefrath: Bulldogge brauchte keinen Maulkorb
zuletzt aktualisiert: 05.08.2009Gemeinde Grefrath (RPO). Auf dem Weg der Besserung befindet sich der Vierjährige, der Sonntagabend am Bruchweg in Oedt von einer Amerikanischen Bulldogge in den Kopf gebissen wurde. Das Kind hat die Operation gut überstanden, befindet sich aber noch im Krankenhaus.
Der Hundeführer (48) hatte entgegen ersten Erkenntnissen eine Erlaubnis nach dem Landeshundegesetz. Eine Maulkorb habe die Dogge nicht tragen müssen, da sie einen Wesenstest bestanden habe, erklärte der Grefrather Ordnungsamtsleiter Norbert Franken auf Anfrage der RP.
Wer einen so genannten Kampfhund in einer anderen Kommune in Obhut gebe, müsse dies allerdings der Verwaltung melden. Das hat die Familie aus Schwerte, der der Hund gehört, allerdings versäumt. Die Ermittlungen laufen. In der Gemeinde Grefrath sind um die 20 Kampfhunde gemeldet. Beissattacken hat es such schon gegeben, allerdings nicht in letzter Zeit und nicht so gravierend.
Bei RP ONLINE haben sich zahlreiche Leser zu dem schlimmen Vorfall in Oedt geäußert. Alle bedauern das schreckliche Geschehen, ansonsten jedoch ist das Spektrum der geäußerten Meinungen groß. Kritisiert wird etwa, dass viele Hundeführer ihre Tiere nicht im Griff hätten: "Einen Hund zu halten, den man körperlich nicht kontrollieren kann, halte ich für grob fahrlässig", heißt es da beispielsweise.
Ansonsten entspann sich die bekannte Debatte um "Kampfhunde": Kein Hund werde böse oder aggressiv geboren, schreibt ein Leser. Aggression könne man auch nicht allein an Rasse festmachen. Viele Besitzer von als potenziell gefährlichen eingeordneten Hundesrassen meldeten sich zu Wort und betonten, dass ihr Pitbull oder ihre Amerikanische Bulldogge völlig friedfertig seien.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



