Gemeinde Grefrath: CDU hofft auf Investor
zuletzt aktualisiert: 17.01.2009Gemeinde Grefrath (RPO). Bei der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses der Gemeinde Grefrath wird ein von einem möglichen Investor beauftragter Fachmann Pläne für das Gelände der Firma Faco-M-Getränke vorstellen. Die CDU begrüßt das.
Die Grefrather CDU-Fraktion sieht dieser Vorstellung gespannt entgegen. Josef Schmitz, der für die Union im Grefrather Planungs- und Umweltausschuss sitzt, sieht Chancen in der nunmehr beginnenden Diskussion: "Überlegungen zu einer vollständig neuen Gestaltung dieses Gebietes bergen viel Entwicklungspotential für Grefrath." In Verbindung mit angrenzenden noch freien Flächen bestehe seiner Einschätzung nach eine große Chance für eine in die Zukunft gerichtete städtebauliche Entwicklung, die auch die Wohnbebauung einschließe. "Wir sind gespannt auf die Ideen des zukünftigen Eigentümers", sagt Schmitz.
Umzug ist notwendig
Wie bereits von der fusionierten Firma Faco-M-Getränke angekündigt, wird diese den jetzigen Standort in Grefrath zum 31. März nächsten Jahres verlagern. Die Leitung der Firma hatte darüber informiert, dass ein Umzug notwendig sei, da die Größe des jetzigen Standorts und die dort zu erfüllenden Auflagen (z.B. Beschränkung der Arbeitszeit aus Lärmschutz-Gründen)nicht mehr den Anforderungen des neuen Firmen-Konzepts und der zukünftigen Entwicklung entsprächen.
Was noch wichtig ist
Fusion Die Familienunternehmen Mäurers Getränke Industrie in Grefrath und Faco in Neuss-Uedesheim fusionierten zum 1. Januar 2009
Konsequenzen Mäurers gibt die Standorte Krefeld und Mönchengladbach auf, die Logistik zieht von Krefeld nach Uedesheim, ebenso die Verwaltung aus Grefrath.
Arbeitsplätze In Grefrath bleiben noch 60 Mitarbeiter. Es wird keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Für einen befristeten Zeitraum erhalten die Beschäftigten, die nach Uedesheim müssen, einen Fahrkostenzuschuss.
Grefraths Bürgermeister Herbert Kättner (CDU) befindet sich nach Angaben der Union weiterhin im Gespräch mit der Firma, wobei auch mögliche Übergangslösungen in der Diskussion stehen. Die CDU-Fraktion hofft auf einen Verbleib der Firma in der Gemeinde Grefrath. Unabhängig von diesem Gesichtspunkt, würden CDU-Fraktion und Bürgermeister die Planungen für das neue Gewerbegebiet am Wasserwerk so schnell wir möglich vorantreiben, so die Union.
Der stellvertretende CDU-Parteivorsitzende Klaus Steinforth erläutert das weitere Verfahren: "Nach der Planungs-Vorstellung des neuen Investors werden wir die Möglichkeiten intensiv in der CDU-Fraktion und in Arbeitskreisen diskutieren." Die CDU sei froh, in Dr. Räppel einen gelernten Städteplaner als Bauamtsleiter zu haben. Er habe sich bereits im vergangenen Jahr grundsätzliche Überlegungen zur städtebaulichen Entwicklung der Gesamt-Gemeinde gemacht, die man nun für dasMäurers-Gelände nutzen könne.
Neben den Entwicklungs-Chancen will die CDU-Fraktion aber auch die Folge-Wirkungen betrachten. René Reuter, CDU-Kandidat für die Kommunalwahl im Juni, hat nach Angaben der Union berufliche Erfahrungen in der Vermarktung von Wohnbebauung und Einzelhandel. Er erklärt, dass die Fraktion ein "langfristig tragbares Konzept" mit den Investoren entwickeln wolle, wobei auch die Konsequenzen aus möglicherweise sich ergebenden Umzügen von Einzelhandels-Geschäften analysiert werden sollte.
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