Vorst: Der Vogel fiel mit dem 647. Schuss
zuletzt aktualisiert: 03.03.2008Vorst (RPO). Tim Wiedenberg ist neuer Schützenkönig der Kehner Junggesellen-Schützenbruderschaft. Um 19.21 Uhr holte der 22-jährige IT-Systemkaufmann den Vogel mit dem 647. Schuss runter und setzte sich damit gegen vier weitere Mitbewerber in der Endrunde durch. Fast viereinhalb Stunden dauerte der Vogelschuss, was die Geduld und das Schießvermögen der jungen Schützen einmal mehr unter Beweis stellte. Bereits um 15 Uhr zogen die Kander nach drei Jahren erneut zur Schießrute auf die Reitanlage des Neuenhaushof, wo auch Bürgermeister Albert Schwarz, der Ortsbürgermeister Uwe Leuchtenberg, Pfarrer Ludwig Kamm und der König der Sebastianerbruderschaft, Heinz Thommessen, ihre Ehrenschüsse abfeuerten.
Glücklicherweise konnte der Wettkampf trotz Orkantiefs „Emma“ ohne Unterbrechungen durchgeführt werden, war dafür aber von zusätzlicher Arbeit begleitet: „Wir mussten das Zelt zur Sicherheit gestern Abend abbauen und heute wieder aufbauen“, kommentierte Philipp Dreyer, erster Vorsitzender und ehemaliger Schützenkönig, das samstägliche Geschehen. Es dauerte mehrere Stunden, bis sich schließlich die Favoritenrunde, neben Tim Wiedenberg bestehend aus Karsten Thommessen, Christofer Krae, Stefan Fruhen und Manuel Krienen, zum finalen Schuss frisch gestärkt bereit machte. Dann war die Freude groß: traditionell verkündete der stolze König Tim Wiedenberg auf einem Holztisch stehend seinen Sieg und ernannte sein Gefolge: erster Minister wurde Torsten Evertz, zweiter Minister Karsten Thommessen. Zum Hauptmann ernannte Wiedenberg Michael Rechen, und General wurde Stefan Fruhen. „Es war ein packendes Duell“, sagten die Kehner Junggesellen einstimmig. Der Krönungsball folgt in zwei Wochen am Samstag, 15. März.
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