Kempen: Die Altstadt mit Händen begreifen
zuletzt aktualisiert: 21.01.2010Kempen (RPO). "Bürgermeister Volker Rübo ist auf dem Wege der Besserung." Diese Nachricht vom Ersten Beigeordneten Hans Ferber wurde am Dienstagabend im Haupt- und Finanzausschuss mit spürbarer Erleichterung aufgenommen. Rübo hatte Heiligabend einen Zusammenbruch wegen hoher Arbeitsüberlastung erlitten. Einstimmig wurde Ferber zum Vertreter der Stadt Kempen in der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Viersen gewählt.
Kulturamtsleiterin Dr. Elisabeth Friese stellte das Blinden-Stadtmodell vor, dass Altbürgermeister Karl-Heinz Hermans anlässlich seines Ausscheidens aus dem Rat und seines 80. Geburtstags im vergangenen Jahr der Stadt schenken will. Das Modell wird im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar die Altstadt darstellen. Der Soester Bildhauer Egbert Broeken hat bereits für viele Orte solche Modelle hergestellt. In einem aufwändigen Verfahren werden die Häuser der Stadt zunächst fotografiert, daraus ein Kunststoffmodell erstellt.
Dann wird es in einem Wachsausschmelzverfahren in Goldbronze gegossen. Das 1,20 mal ein Meter große Modell soll auf einem Ziegelsteinsockel am Turm des Rathauses stehen. Rund 29 500 Euro wird es kosten, zum größten Teil durch die Spenden zu Hermans Geburtstag finanziert. Einen Teil gibt die Sparkassenstiftung "Natur und Kultur" dazu, auch die Stadtwerke helfen. Restkosten von maximal 1500 Euro trägt die Stadt Kempen. Der Ausschuss stimmte zu. Positiv nahm die SPD-Fraktion die Erweiterung der Benutzungs- und Gebührenordnung der Stadtbibliothek auf.
Auch Inhaber des Kempener Kultur- und Freizeitpasses kommen damit in den Genuss des ermäßigten Beitrags von fünf Euro. Ein Antrag der Freien Wähler Kempen (FWK), die Verteilung der Ausschusssitze nach dem Übertritt von Georg Alsdorf, früher CDU, in die Freie-Wähler-Fraktion neu zu regeln, wurde in den Rat vertagt.
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