Kempen: Die Bits flitzen schneller
VON NADIA JOPPEN - zuletzt aktualisiert: 10.02.2007Kempen (RPO). Es macht keinen Spaß, an einem veralteten, langsamen Rechner zu arbeiten. Während aber Firmen ihre Computer regelmäßig aufrüsten können, ist das für eine Schule oft zu teuer. Das Ende-Gymnasium hat eine Lösung gefunden.
Sponsoren
Viele örtliche Unternehmen fördern das Michael-Ende-Gymnasium, wie ein Blick auf die Sponsorenliste der Elterninfos zeigt. Für den Informatikraum waren die Hauptsponsoren neben dem Förderverein die Volksbank, die Sparkasse Krefeld und die Firma Technopart.
Im nächsten Schritt soll der Informatik-Raum III aktualisiert werden: die besten Elemente der jetzt ausrangierten Hardware der beiden anderen Räume sollen dort zu einem funktionierenden Ganzen zusammengebaut werden.
St. Tönis Wenn 30 Schüler an 15 PC-Arbeitsplätzen gemeinsam lernen und üben sollen, kann das nicht zum optimalen Erfolg führen – das ist klar. Deswegen haben sich Schulleiter Ingo Miltz und sein Kollegium am St. Töniser Michael-Ende-Gymnasium schon seit Jahren einen Informatik-Raum mit 30 Arbeitsplätzen gewünscht – und jetzt auch bekommen. Außerdem wurde ein zweiter Informatik-Raum mit 15 Arbeitsplätzen technisch auf einen neueren Stand gebracht.
Allein die Modernisierung des großen Informatik-Raums I kostete zwischen 35 000 und 40 000 Euro. Dieses Geld hat die Schule mit Hilfe des Fördervereins, der Schulsponsoren und der Stadt Tönisvorst zu einem großen Teil aufgebracht. Die noch fehlenden 5000 Euro haben einige Eltern in Eigenleistung erbracht, berichtete gestern der stellvertretende Schulleiter Paul Birnbrich: „Josef Beudels und Ralf Bertenburg haben am Wochenende die ganze Verkabelung gemacht.“
Verkabelung in Eigenarbeit
Die Arbeit war langwierig: Im Dezember 2005 wurde im Informatik-raum I angefangen, er war im Herbst 2006 fertig. Der zweite Raum wurde zwischen Weihnachten 2006 bis Anfang Februar fertig. Schulleiter Miltz freute sich inmitten des Informatikkurses der Klasse 11, der gerade eine Programmierung in Delphi übte, sichtlich über die Aktualisierungen, weil dadurch die Lernmöglichkeiten der Schüler erweitert werden.
Die Informatik-Räume werden nicht nur für den reinen EDV-Unterricht genutzt, sondern sind auch bei den anderen Fachlehrern beliebt, schilderte er: Etwa wenn in der Klasse 6 Schüler im Religionsunterricht eine Internet-Recherche machen oder die Klasse 8 als Projektarbeit eine Zeitung erstellen soll.
„Schüler finden vieles heraus“, ist Miltz generell zufrieden. Und Birnbrich sieht einen schulischen Auftrag erfüllt: „Heute darf kein Schüler mehr die Schule verlassen, wenn er nicht mit den neuen Medien arbeiten kann.“ Die Bezirksregierung verlange zwar Projekte, die EDV erfordern, „aber wir werden allein gelassen mit der Frage, wie realisieren wir das“, beklagte Birnbrich.
Die Schüler- und Lehrerarbeitsplätze sind über einen Terminalserver verbunden, so dass der Lehrer jederzeit auf den Arbeitsplatz zugreifen und den Lernerfolg der Schüler prüfen kann. Jeder Arbeitsplatz läuft unter Windows 2000 und ist mit dem MS-Office-Paket sowie schulfach-bezogener Lernsoftware ausgestattet. Mit den neuen Räumen gehöre das Ende-Gymnasium zu den bestausgestatteten Schulen in NRW, freute sich Birnbrich. Er könne den Vergleich ziehen, weil er über die landesweiten EDV-Fortbildungen Kontakte mit vielen anderen Informatik-Lehrern habe.
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