Stadt Kempen: Eifrige Nachwuchsforscher
VON HEINER DECKERS - zuletzt aktualisiert: 12.01.2010Stadt Kempen (RPO). Mit einer neuen Rekordzahl an Schülern beteiligt sich das Kempener Luise-von-Duesberg-Gymnasium am Wettbewerb "Jugend forscht". Alle naturwissenschaftlichen Bereiche sind vertreten.
37 Mädchen und Jungen sind es, die sich in 20 Gruppen zusammengeschlossen haben, um die Welt der Wissenschaft zu erobern. Erste Etappe auf diesem Weg ist der Wettbewerb auf Regionalebene, der am Dienstag, 23. Februar, in Krefeld stattfindet. Drei neue Lehrer unterstützen die Nachwuchstüftler bei ihren Bestrebungen in der Jugend-forscht-AG. Von Biologie bis Technik sind alle naturwissenschaftlichen Bereiche abgedeckt.
Mit der brandaktuellen Energiefrage befassen sich Patrick Lukes und René Riemer aus der 7d. Die beiden untersuchen nämlich, inwieweit sich aus Algen Energie gewinnen lässt. Das Thema Alkohol haben sich Eva Straetmans und Madita Zhang aus der 10d vorgenommen. Damit keine Missverständnis auftreten: Sie untersuchen bereits seit einem Jahr, ob und wie Alkohol Pflanzen angreift. Dem Kalk auf der Spur ist Dominic Badermann aus der 5c. Ob überall Bakterien lauern, wollen Constanze Liepold und Anna Zimmer aus der 5c wissen. Susann van der Beek und Jana Lemke (7d) überprüfen die Zuckergewinnung aus Blättern. Praktisch gibt sich Patrick Rausch (9a): Er entwickelt einen Roboter für das Chemielabor. Was man bei der Aufbewahrung von Lebensmittel in Konserven tunlichst beachten sollte, haben Maurice Uhling und Christoph Dollen aus der 6c herausgefunden. Um die Leistung von Hydroperlen haben sich Paula Drabben und Jule Fegers gekümmert.
Aus den USA
Das Vorbild fürden Wettbewerb "Jugend forscht", der in Deutschland erstmals 1965 stattfand, kam aus den Vereinigten Staaten. Dort hatten "Science Fairs" bereits eine lange Tradition: Bei den im Stil von Messen organisierten Wettbewerben stellten junge Menschen ihre Forschungsprojekte und Erfindungen neben einer fachkundigen Jury auch der breiten Öffentlichkeit vor.
Welche Wirkung chemische Kühlpacks haben und ob man sie wiederholt verwenden kann, wollte Kathi Klüber (6a) wissen. Brandaktuellen Umweltfragen wenden sich Domenique Uhling und Caspar Ihle (9d) zu: Sind die Proteste der Anwohner gegen die Kohlenmonoxid-Leitung von Bayer berechtigt? Die Antwort könnte auch die Konzernstrategen in Leverkusen interessieren.
Biologisch gesunden Nagellack aus Zitrusschalen stellen Leonhard Schäfer und Milan Aha (5c) her. Ihr Tenor: So wird Abfall sinnvoll genutzt. Eine wichtige Frage für alle Anhänger gepflegter Süßgetränke: Was ist eigentlich alles in Fanta drin? Die sicherlich zuckersüße Wahrheit verraten Franziska Gareissen und Neal Sahni aus der 5b. Eher technisch orientiert sind Jonas Köhne und Leo Weckauf (5c), sie präsentieren nämlich Metallgärten.
Leonard Steffes, Timo Michalak und Jan Wolfram (5c) prüfen Raketenantrieb mit Brausepulver. Steffen Hamberger, Mathes Gisbertz und Raphael Zöllner (5b) untersuchen Indikatorfarbstoffe der Natur. Welche Farbstoffe für Speiseeis geeignet sind, fragt sich Marlon Bonsch (5b). Im Versuchstreibhaus kümmert sich Raphael Jacobs (9d) um die Co2-Düngung von Orchideen.
Im Bereich Physik und Technik geht es unter anderem um Energieeffizienz (Christian Hübner, David Bunse, 7c) und Solarzellen mit Pflanzenfarbstoff (Fabio dos Santos Algredo, 7c) und Energieverbrauch von Led und Halogen (Fabian Duffhauß, 9d). Frage des Tages
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