Gemeinde Grefrath: Ein besonderer Marathon
VON NATASCHA BECKER - zuletzt aktualisiert: 10.09.2010Gemeinde Grefrath (RPO). Seit fünf Jahren gibt es den Mülhausener Methoden Marathon an der Liebfrauenschule. In diesem Jahr veranstaltete das Gymnasium ihn wegen des Doppeljahrgangs der Oberstufe in einer abgewandelten Form.
Der Alltag hat die 220 Schüler der Jahrgangsstufe elf der Liebfrauenschule in Mülhausen schon eingeholt, wenngleich viele noch an den Start ins neue Schuljahr zurückdenken. "Es war eine wichtige Vorbereitung auf die Oberstufe, und ich fühle mich dank dieses Starts gut aufgehoben", sagt Frederic. Der 17-jährige Gymnasiast spricht damit den Mülhausener Methoden Marathon an.
Der war in diesem Jahr etwas Besonderes, da es auch ein außergewöhnliches Schuljahr für die Gymnasien ist. Die Schüler, die nach acht Jahren auf dem Gymnasium ihr Abitur ablegen (G8), sind gemeinsam mit den Schülern, die noch neun Jahre Schulzeit haben (G9), in die Oberstufe eingetreten. G8 und G9 treffen aufeinander und bilden erstmalig und einzig zusammen eine doppelt so große Oberstufe wie sonst. "Daher haben wir unseren bekannten Methoden Marathon auch ausgeweitet", erklärt der Englisch- und Geschichtslehrer Theo Rütten, der die Koordination dieses Angebotes leitet.
Zum fünften Mal
Methoden Marathon An diesem Tag wurden die Schüler nicht getrennt nach Stufen, sondern alphabetisch in die elf Gruppen eingeteilt, damit eine bunte Mischung der Stufen neun und zehn entstand.
Auflage Das Angebot wurde an der Liebfrauenschule zum nunmehr fünften Mal durchgeführt.
Organisation Die Organisation übernimmt immer ein Lehrerteam um Theo Rütten.
Einmalig gab es einen zweitätigen Methoden Marathon, der zudem durch neue Angebote aufgelockert wurde. Neben den Workshops wie selbstständiges Arbeiten, das Üben von Kurzvorträgen, Strategien des Lernens in den Naturwissenschaften und mündliche Mitarbeit gehörten erstmalig Selbstverteidigung, gemeinschaftliches Singen und erste Schritte im Tanzen mit zum Programm. "Mit dem Angebot möchten wir die Schüler generell auf die Oberstufe vorbereiten. Da es diesmal zwei Jahrgänge sind, haben wir die neuen Angebote mit hineingenommen, damit sich die Schüler der Stufen acht und neun auch ungezwungen kennen lernen konnten", erläutert Rütten die Hintergründe.
Gemeinsam mit einem 13-köpfigen Lehrerteam wurden die beiden Tage mit den insgesamt elf Workshops vorbereitet. In elf Gruppen aufgeteilt durchliefen die 220 neuen Oberstufenschüler dann Anfang des Monats die einzelnen Stationen. Wobei ein gemeinsames Grillen mit einem so genannten Chaosspiel am ersten Tag mit dazu gehörte. "Für mehr als 200 Menschen zu grillen, das war schon eine Herausforderung", sagt Rütten mit einem Schmunzeln.
Dass die beiden Tage ankamen, zeigen die Äußerungen der Schüler. "Es war sehr effektiv. Wir haben viel gezeigt bekommen, wobei die Auflockerungen wie Tanzen, Singen und Selbstverteidigung gut getan haben", urteilt Vanessa (16 Jahre), die von der neunten Klasse in die Oberstufe gesprungen ist. Durch die Kennenlern-Aktivitäten sei der Druck herausgenommen worden und erste Kontakte hätten sich zwischen den beiden Stufen gebildet, lobt Philip (15 Jahre) den Methoden-Marathon. Dem kann sich der gleichaltrige Jan nur anschließen, wenngleich er sich ab und zu doch Gedanken darüber macht, dass die G9-Schüler doch ein Jahr mehr Vorbereitung auf die Oberstufe hatten und es eine Anforderung sei, da mitzuhalten. Frage des Tages
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