Stadt Kempen: Er lernte Tausende Jugendliche kennen
zuletzt aktualisiert: 30.07.2010Stadt Kempen (RPO). "Papa Schöndeling" nennen ihn nicht nur seine drei Söhne und zwei Töchter, sondern auch viele Kempener. Denn Bernhard Schöndeling hat die offenen Jugendfreizeitheime in Kempen begründet. "Das werden wohl an die tausend Jugendliche gewesen sein, die ich im Laufe der Zeit kennen gelernt habe", schätzt er. Am heutigen Freitag wird Schöndeling 80 Jahre alt. 17 Jahre lang leitete er die Kempener Jugendheime. Zur Jugendarbeit ist er über lange Tätigkeit bei den Pfadfindern gekommen. Bedingung für die Anstellung bei der Stadt war für ihn, dass er die Heimleiterausbildung an der Fachschule in Köln machen konnte. Begonnen hat alles 1973 im alten Casino am Hessenring, ausgesprochen skeptisch von den Kempenern beäugt. Doch schnell wurde das Haus zum Anlaufpunkt mit vielen Angeboten für Jugendliche. 1976 musste das Casino dem Neubau des damaligen Kaufhauses Horten weichen. Auf dem Moorenring fand das Jugendheim ein neues Zuhause. "Einem Reporter war damals der Name Moorenring 20 zu lang, deshalb erfand er den Namen M 20", erinnert sich Schöndeling. Und dank der Unterstützung durch einen Förderkreis konnte 1980 das städtische Jugendheim Campus am Spülwall eröffnet werden. Im Eingangsbereich kann man übrigens aus Schöndelings Fundus noch drei Bilder der jeweiligen Häuser sehen. Wenn Schöndeling durch die Stadt geht, trifft er immer noch ehemalige Besucher der Jugendheime. "Die haben meist schon selbst Kinder", schmunzelt er. Seit seiner Pensionierung widmet sich Schöndeling seinem Garten. Früher hat er mit seiner Frau eine kleine Vogelzucht betrieben. Sie hat Papageien gezüchtet, er Wellensittiche. Nach überstandenen Krankheiten genießt er den Ruhestand im Haus auf der Mozartstraße. Gefeiert wird am Sonntag mit der ganzen Familie, Bekannten und Freunden.
SILVIA RUF-STANLEY
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



