Stadt Kempen: Erstmals alle gemeinsam
VON SILVIA RUF-STANLEY - zuletzt aktualisiert: 04.02.2012Stadt Kempen (RP). Schon 25 Jahre lang gibt es den Kempener Kunstkreis 87. Das Jubiläum wird mit einer großen Ausstellung im Kulturforum Franziskanerkloster begangen. Die Schau vielfältiger Werke wird am Sonntag um 11.15 Uhr eröffnet.
Die Ausstellung ist in ihrer Bandbreite spannend. Aquarelle, Zeichnungen, Tuschebilder oder auch farbenprächtige Ölbilder sind ab morgigen Sonntag im Kulturforum an der Burgstraße zu sehen. Dazu kommen Skulpturen. Das alles fügt sich sehr schön in den derzeitigen Sonderausstellungsraum des Kramer-Museums ein, in dem sich früher mal die Stadtsammlung befand. Hell, luftig – viel Platz, um den einzelnen Werken Raum zu geben. Und reizvoll für die Künstler.
Das zeigte sich schon bei der Aufhängung der Arbeiten gestern Vormittag. Durchaus kritisch schauen die Mitglieder auf die Arbeiten der Anderen, geben Tipps. "Das ist komplett deine Wand", ist da zu hören. Oder man braucht noch mehr Klemmen. Schilder müssen noch angebracht werden. Ein ganzer Koffer voller gut eingepackter Bilder wird herangeschafft.
Kunstkreis-Ausstellung
Eröffnung Die Jubiläumsausstellung eröffnet der Kempener Bürgermeister Volker Rübo am morgigen Sonntag um 11.15 Uhr.
Zeiten Bis zum 4. März ist die Schau jeweils Dienstag, Mittwoch und Freitag von 14 bis 17 Uhr, Donnerstag von 14 bis 18 Uhr, Samstag und Sonntag von 11 bis 17 Uhr zu sehen.
Ort Sonderausstellungsraum des Kulturforums Franziskanerkloster, Burgstraße 19 in Kempen, Telefonnummer 02152-917 264
Mitten im Trubel steht Heinz Rankers, Gründer und bis heute der Ruhepol im Kempener Kunstkreis. 16 Mitglieder hat die Gemeinschaft derzeit. "Es ist ein Novum, dass alle gemeinsam ausstellen", sagt er. Denn bislang waren in den Präsentationen immer nur einige Künstler zu sehen. Damals, 1987, hatte Rankers die Idee, Kempener Künstler in einem Kreis zusammen zu bringen. Er schrieb dem damaligen Stadtdirektor Klaus Hülshoff einen Brief mit der Bitte um Ausstellungsmöglichkeiten in städtischen Räumen. Schnell kam die Zusicherung, ab 1988 im Kulturforum ausstellen zu können. Mit dem damaligen Propst Dr. Josef Reuter gab es weitere Unterstützung. Denn die erste Ausstellung fand ab 5. Dezember 1987 in der Heilig-Geist-Kapelle am Buttermarkt statt. Gerne erinnert sich Rankers auch an die vielen Begegnungen mit Künstlern aus den Kempener Partnerstädten. Der Kunstkreis hat Verbindungen zur französischen Stadt Orsay, es gab Begegnungen im englischen Ely und im sächsischen Werdau. Mit der Künstlergruppe "Ut Pienselke" aus Venlo werden ein reger Austausch und gemeinsame Künstlerausflüge gepflegt. Die Ergebnisse waren sowohl im Kempener Rathaus als auch in Venlo zu sehen.
Auch sonst ist der Kunstkreis viel unterwegs, berichtet Rankers. Besuche großer Kunstausstellung stehen immer wieder auf dem Programm. Neben den Fahrten und gemeinsamen Aktivitäten freut er sich immer noch über die rege Resonanz der Kunstmärkte, die 15 Jahre lang im Kolpinghaus stattfanden. Eine gute Gelegenheit, nicht nur für die Mitglieder des Kunstkreises, sondern auch für viele Hobbykünstler aus dem Umland, ihre Werke zu präsentieren. Und natürlich auch zu verkaufen.
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