Kempen: Faszination Computerspiel
VON SILVIA RUF-STANLEY - zuletzt aktualisiert: 14.12.2007Kempen (RPO). Was liegt bei den Kempener Kindern unterm Weihnachtsbaum? Einer, der es wissen muss, ist Reinhard Stein, Werberingvorsitzender und Inhaber eines Spielwarengeschäfts. Wie aus der Pistole geschossen kommt die Antwort: Nintendo DS und Playstation 3. Beide Firmen haben passend zum Fest neue Versionen herausgebracht.
Kaum zu glauben, aber da gibt es schon Spiele für Kinder ab fünf oder sechs Jahren. Ob Junge oder Mädchen, die Faszination trifft auf beide Geschlechter zu, sagt Stein. Und selbst für Erwachsenen gibt es Spiele wie „Gehirnjogging“ oder „Englischtraining“.
Wo früher hinter der Glastheke die verlockenden Eisenbahnwaggons und Automodelle standen, die zumindest die Herzen kleiner und großer Jungen höher schlugen ließen, stapeln sich jetzt die verschiedenen Spieltypen. Das klassische Spielzeug, der Teddybär oder die Puppe, sind zwar aus den Kinderzimmern nicht wegzudenken, erzählt Stein. Bei kleinen Mädchen ist nach wie vor alles Rosafarbene, Romantische beliebt. Aber er weiß auch: „Das Spielalter sinkt nach unten, die Kinder hören früher auf mit diesen Dingen zu spielen.“
Generell ändere sich das Spielverhalten bei den Kindern. Stein gibt zu bedenken, dass auch oft gar nicht mehr der Platz für Spielzeug in den Kinderzimmern ist. Die in den 70er Jahren heiß begehrte Carrerabahn braucht halt Fläche, beim Computerspiel hat man das genauso spannende Rennen auf dem Bildschirm. Braucht weniger Platz, man muss nicht wegräumen, einfach Knopf aus.
Auch viele Erwachsene spielen gern. Was wünschen die sich zu Weihnachten? Hauptsächlich die seit Jahrzehnten beliebten Klassiker, berichtet Stein. Zwar gibt es immer mal wieder Trendspiele, aber die verkaufen sich nur kurze Zeit. So wird immer noch gerne das gute alte Monopoly verschenkt. Eisenbahnen gibt es übrigens auch immer noch bei Spielwaren Stein.
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