Kempen: Finanzamt verschwindet – Grachtenpark wächst
zuletzt aktualisiert: 07.06.2007Kempen (RPO). Es klingt wie der Traum des gemeinen Steuerzahlers: mit der Abrissbirne auf das Finanzamt losgehen. An der Von- Saarwerden-Straße wird dieser Traum wahr – zumindest für Bauarbeiter. Mit Birne, Bulldozer und Bagger rücken sie dem alten Finanzamt zu Leibe. Glas und andere Materialien, die noch gebraucht werden können, sind bereits weg, ebenso die Verbindungen zu den Versorgungsnetzen der Stadtwerke. In den nächsten vier Wochen folgen Dach und Mauern. Damit endet nach mehr als dreieinhalb Jahren endgültig die Geschichte des alten Finanzamts. Im Sommer 2003 waren die Beamten an die Arnoldstraße umgezogen. Das Gebäude stand seitdem leer. Wenn hinter dem Absperrzaun alle Abrissspuren beseitigt sind, beginnen die Arbeiten am zweiten Teil des „Grachtenparks“, für den Ralf Schmitz als Bauträger verantwortlich zeichnet. Nach belgischem Vorbild plant der Kempener dort ein Viertel mit 30 Einfamilienhäusern, weiteren 40 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern und zwei Tiefgaragen, den „Grachtenpark am Binnenwasser“. Zwischen den Häusern sollen drei der namensgebenden Wasserstraßen (40 Meter lang, acht Meter breit) verlaufen.
Die Gebäude auf dem Finanzamt-Gelände entstehen voraussichtlich bis Herbst dieses Jahres, bei Verzögerungen spätestens bis zum nächsten Frühjahr. Das Gesamtprojekt soll in den kommenden zweieinhalb Jahren vollendet werden.
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