Kempen: Fruchtige Megaparty
VON H.-G SCHOOFS - zuletzt aktualisiert: 04.02.2008Kempen (RPO). Beim großem Kostümball „Alle Narren unter einem Hut“ feierten Samstag in der Tennishalle am Schmeddersweg über 3000 Besucher bis in die frühen Morgenstunden. Der Kempener Karnevalsverein erntete viel Lob.
„Hurra, ich bin drin.“ Wie Regina Selbach aus Grefrath freuten sich am Samstag weitere 200 Narren, die noch eine Karte für den größten Kostümball am Niederrhein ergattern konnten. Mehr als 3000 Gäste erlebten eine tolle Megaparty. Der Kempener Karnevalsverein (KKV) erntete von vielen Seiten Lob für die Organisation. „So eine Bombenstimmung habe ich selten erlebt“, sagte Geschäftsführer Heinz Börsch zu vorgerückter Stunde und freute sich, dass alles friedlich ablief.
Keiner musste draußen bleiben
Das Gerangel um die letzten Tickets war eine Stunde vor Beginn recht groß. Doch der Sicherheitsdienst hatte alles im Griff. Und die Organisatoren zeigten sich großzügig. Keiner musste draußen bleiben. „Es ist nicht zu voll. Nach ein, zwei Stunden gehen die ersten hundert Leute schon wieder“, meinte Heinz Kox, der Vorsitzende des KKV. Einige Narren hatten sich vor dem Eingang reichlich mit Hochprozentigem eingedeckt. Der Sicherheitdienst kannte aber keine Gnade. Statt in die Halle oder im Körper landete der Schnaps in einer der großen Mülltonnen. Während es an den Theken und beim Wertmarkenverkauf recht zügig voran ging, brauchten die Partygäste vor der Garderobe und den Toiletten große Geduld.
Die Gewinner
Einzelperson: 1. „Giraffe“ Jon Chnielebski, 2. „Optimus Prime“ Robert Liskow, 3. „Prinzessin Amidala“ Caroline Krülls.
Kleingruppe: 1. „6 Schneemänner“ Axel Techler, 2. „Zwei Telefonzellen“, Judith Auer, 3. „Chinesen-Rischka“ Marcus Claaßen.
Großgruppe: 1. „Zuckersüße Obstplantage“ Anja Tissen, 2. „Feuerlöscher“ Schmalbroicher Frönde, 3. „Sechs Erdbeeren“ Beate Dickmanns.
Sonderpreis: „Vier Teletabbis“ Christian Michels.
Beim ersten Höhepunkt des Abends bereiteten die Narren dem Kempener Prinzenpaar Theo I. und Karin. I nebst 120-köpfigem Gefolge einen Riesenempfang. „Einfach Wahnsinn. Hier ist noch mehr los als im Vorjahr“, sagte die überwältigte Prinzessin.
Bei der Auswahl ihrer Kostüme bewiesen die Narren in diesem Jahre großen Einfallsreichtum. Die Palette war derart bunt gemischt, dass der KKV und die Jury lange überlegen mussten, wer die begehrten Preise bekommen sollte. „Super, welche Mühe sich die Leute gemacht haben“, sagte Peter Tauber, Ex-Geschäftsführer des KKV. Punkt Mitternacht ließ Moderator Heinz Börsch dann die Katze aus dem Sack. Riesenapplaus erhielt die Giraffe: Jon Chnielebski hatte schon im letzten Jahr als „Triton“ gewonnen. „Ich habe mir erst vor drei Tagen das Kostüm überlegt“, meinte der junge Kempener. Mit Hilfe eines Bürostuhls, einer Regentonne und einem Abwasserrohr hatte er die Giraffe selbst gebastelt. Reichlich Mühe hatten sich die acht zucker-süßen Obstplantagen gemacht. „Wir haben gut 80 Stunden zugeschnitten und genäht“, sagte Anja Tissen. Als größte Gruppe belegten die „Feuerlöscher“ aus Schmalbroich Platz zwei. Nach der Preisverleihung wurde aus dem größten Kostümball am Niederrhein die größte Tanzparty. Bis vier Uhr früh heizte DJ Ben den Narren ein.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



