Kreis Viersen: Fürsorge für Alte und Pflegebedürftige
zuletzt aktualisiert: 30.05.2009Kreis Viersen (RPO). Der Caritasverband für die Region Kempen-Viersen will in seiner Fürsorge für Mitbürger nicht nachlassen. Er hofft, dass auch zukünftig der finanzielle Spielraum reicht, direkte Hilfen für in Not geratene Menschen und Familien zu geben. Jetzt traf sich der Verband im St. Töniser Marienheim zu seiner Generalversammlung.
Die Not in der Region nimmt offenbar zu. Das war nicht nur der Eindruck der Familienpflegerinnen, sondern ging auch aus den Berichten und Zahlen der Schuldner- und Insolvenzberater hervor. "Unsere Mitarbeiterinnen treffen häufig auf verwahrloste Haushalte, ungepflegte, mangelernährte Kinder und völlig überforderte Eltern", fasste Geschäftsführer Peter Babinetz zusammen. Kontinuierlich ist die Zahl von Klienten in der Schuldner- und Insolvenzberatzung gestiegen: 1456 Frauen und Männer wurden beraten; 176 mehr als 2007.
Zur Generalversammlung konnte Vorsitzender Felix Pieroth unter den rund 110 Mitgliedern und Mitarbeitern auch die ehemalige Deutsche Caritas-Vizepräsidentin Prof. Dr. Teresa Bock und vom Aachener Diözesanverband Resi Conrads-Mathar begrüßen. Dem regionalen Caritasverband gehören rund 2700 Mitglieder an. Beschäftigt wurden zum 31. Dezember 2008 466 Hauptamtliche, darunter 16 Auszubildende. 25 junge Männer leisteten ihren Zivildienst in einigen Einrichtungen. Es wurde gut gewirtschaftet, ging aus den Bilanzen von Frank Polixa hervor.
Nach wie vor liegt ein Schwerpunkt der Caritas-Arbeit in der Fürsorge für alte und pflegebedürftige Menschen. Starke Nachfrage gab es auch bei den sechs Caritas-Pflegestationen: sie betreuten im vergangenen Jahr 2151 Bürger, darunter waren mehr als 40 Prozent über 80 Jahre alt. Bemerkenswert: 147 Patienten waren Kinder und Jugendliche. 186 Personen des regionalen Caritas-Verbandes sind in den sechs Pflegestationen beschäftigt.
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