Stadt Kempen: Geburtstag der Superlative
VON H.-G. SCHOOFS - zuletzt aktualisiert: 24.11.2008Stadt Kempen (RPO). Anlässlich ihres 30-jährigen Bestehens feierte die Kempener Prinzengarde am Samstag im Kolpinghaus
mit 450 Gästen und präsentierte bei ihrer Gala ein großartiges karnevalistisches Programm.Die Begeisterung kannte am Samstagabend im restlos ausverkauften Saal des Kolpinghauses keine Grenzen. Die Kempener Prinzengarde hatte anlässlich ihrer Geburtstags-Gala keine Kosten und Mühen gescheut. Sie präsentierte ein hochkarätiges und stimmungsvolles Sitzungsprogramm, bei dem die Lachmuskeln der 450 Geburtstagsgäste bis an die Grenzen strapaziert wurden. Das war zweifelsohne der Höhepunkt der erst gerade begonnenen fünften Jahreszeit in der Thomasstadt.
Reichlich Spaß
Als die Prinzengarde mit dem Kempener Fanfarencorps um 20.11 Uhr in den großen Saal einzog, bereiteten ihr die Besucher einen tollen Empfang. Garde-Chef Heiner Hermans gab nach seiner kurzen Begrüßung die Bühne frei und wünschte viel Spaß. Und davon gab es reichlich. Durch das Programm führte der bekannte Moderator Hans-Jürgen Pinter, der zunächst selbst als „lustiger Rheinländer“ in die Bütt stieg und das Publikum gleich prächtig in Stimmung brachte.
Seit Januar 1978
Am 23. Januar 1978 wurde die Kempener Prinzengarde aus der Taufe gehoben. Derzeit gehören ihr 40 Aktive an. Vorsitzender ist Heiner Hermans, Vize Franz Josef (Jüppi) Trienekens, Schatzmeister Reinhold Kiehstaller. Zu den jährlichen Veranstaltungen der Garde gehören im Kolpinghaus der Altweiberball, Uniform-Appell und Tanz in den Mai.
Die weiteste Anreise der Künstler hatte Harry Borgner, der Straßenmusikant aus Mainz. Der Sänger mit den 1000 Stimmen präsentierte Melodie und Text des Songs „Sag´ mir wo die Blumen sind“ zum Beispiel verblüffend ähnlich als Heino, Herbert Grönemeyer, Roger Whitaker, Reinhard Mey oder Udo Lindenberg. Der Saal tobte, besonders bei Karel Gotts Zugabe, der den Holzmichel sang. Das war ebenso einsame Spitze, wie die Kölner Rheinveilchen. Die von vielen Fernsehauftritten bekannte Tanzgarde der Karnevalsgesellschaft „Große Braunsfelder“ zog mit einer Mischung aus atemberaubender Akrobatik und perfektem Gardetanz das Publikum in ihren Bann. Bis unters Dach wurden die Mariechen durch die Luft gewirbelt.
Auch ein Denkmal des Kölner Karnevals stieg in die Bütt: Weltenbummler Gerd Rück, der die Kempener in ihrem „Gürzenich-Verschnitt“ willkommen hieß und erzählte, das Schnecken „Beamtenteilchen“ sind und Bergsteiger Messmer auf chinesisch „hing am Hang“ heißt. Mit einem donnernden Applaus würde der Weltenbummler zurück auf die Reise nach Köln geschickt. Fernsehreif war auch der Auftritt des Bauchredners Klaus, der mit seinem frechen Affen Willi einige Gäste aus den ersten Reihen auf die Schüppe nahm.
Am Ende des kurzweiligen Abends wurde es nochmal musikalisch. Die Live-Band „Die Dröpkes“ aus Mönchengladbach präsentierte ein Karnevalshit nach dem anderen und riss das Publikum förmlich von den Stühlen. Das war der krönende Abschluss einer Geburtstags-Gala der Superlative, so wie sie Kempen noch nie erlebte und die noch lange in Erinnerung bleibt.
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