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Kempen: Gefahr im toten Winkel

VON NATASCHA BECKER - zuletzt aktualisiert: 27.09.2008

Kempen (RPO). Um den so genannten toten Winkel drehte sich gestern alles für die Viertklässler der Kempener Regenbogenschule. Auf dem neuen Gelände der Absatzzentrale Krefeld in Kempen machten sie Live-Erfahrungen an einem Lkw.

Die Warnbaken neben dem 40-Tonner zeigen, an welchen Stellen Passanten für den Lkw-Fahrer im so genannten Toten Winkel stehen würden.  Foto: RPO
Die Warnbaken neben dem 40-Tonner zeigen, an welchen Stellen Passanten für den Lkw-Fahrer im so genannten Toten Winkel stehen würden. Foto: RPO

Fragend blickt Michael Wirtz, Betriebsleiter der Absatzzentrale Krefeld, die 22 Jungen und Mädchen an, die mit neugierigen Blicken den mächtigen 40-Tonner mustern, der vor ihnen steht. „Was denkt ihr denn, wie lang ein solcher Lkw ist?“, fragt Michael Wirtz. Allgemeines Kopfschütteln und Achselzucken ist die Antwort. Keiner aus der 4b der Kempener Regenbogenschule weiß es. Die Lösung bringt das Abgehen von vorne nach hinten. Das Fahrzeug ist mehr als 13 Meter lang.

Samt Klassenlehrerin Dorothee Multhaupt stehen die Kinder nun hinter dem Laster, wo auch eine Warnbake aufgestellt ist. Wirtz erklärt: Wer an dieser Stelle stehe, können vom Fahrer gesehen werden. Die Warnbake, die ein Stückchen versetzt nach rechts ist, stellt der Betriebsleiter dagegen als den sichersten Ort vor, wenn man sich als Fußgänger oder Fahrradfahrer neben einem Laster aufhält. „Da und nur da, kann euch der Fahrer sehen“, betont Wirtz.

Info

Was noch wichtig ist

Interesse Kempener Grundschulen, die ebenfalls an einer Aktion in Sachen Toter Winkel interessiert sind, können sich an die Absatzzentrale Krefeld wenden

Kontakt Tel. 02151 877930

Zielgruppe Das Angebot richtet sich an vierte Schuljahre

Kosten Die Aktion ist für die Schulen kostenfrei.

Es geht weiter um den Auflieger herum. Auch an der Zugmaschine stehen zwei Baken. „Was meint ihr, kann euch der Fahrer hier sehen?“, will Wirtz wissen. Fast alle schütteln den Kopf, nur ein paar sind sich nicht so sicher. Aber genau das kann jetzt selber gestestet werden, denn der Betriebsleiter sperrt die Seitentür auf. „Jeder kann nun von innen schauen, ob er die Baken sehen kann oder nicht“, macht er neugierig.

Rund um den toten Winkel drehte sich gestern alles auf dem neuen Gelände der Absatzzentrale Krefeld im Industriegebiet Schauteshütte. Das Unternehmen hatte die Viertklässler der Kempener Regenbogenschule eingeladen und mit Hilfe von Lkw und Warnbaken die Gefährlichkeit des toten Winkels zu verdeutlichen. „Seit sechs Jahren bieten wir solche Aktionen zusammen mit der Verkehrspolizei in Krefeld an. Da wir Mitte nächsten Jahres nach Kempen ziehen und dementsprechend hier schon über Gelände verfügen, haben wir gedacht, wir könnten das Angebot auch Kempener Grundschulen machen“, erklärt Oliver Bremicker, Geschäftsführer der Absatzzentrale.

Die drei vierten Schuljahre der Regenbogenschule mit ihren Klassenlehrern fanden sich so auf dem Gelände ein und lernten anhand dreier Laster die Gefährlichkeit des toten Winkels kennen.

Mittlerweile haben die ersten Schüler der 4b den Fahrersitz erklettert. „Ich hatte recht, man kann die Baken nicht sehen“, stellt Anna-Lena (9 Jahre) fest. Da hilft es auch nicht, den Hals lang zu machen. „Ganz schön blöd, wenn wir da jetzt anstelle der Baken stehen würden“, meint die gleichaltrige Jolina.

Quelle: RP

 
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