Kempen: Glückwunsch an die Feuerwehr
VON SILVIA RUF-STANLEY - zuletzt aktualisiert: 29.09.2008Kempen (RPO). 125 Jahre alt ist der Kempener Löschzug. Am Wochenende wurde der Geburtstag gebührend gefeiert. Die zahlreichen Besucher bekamen viel zu sehen, unter anderem ein tolles Feuerwerk.
Löschzug Kempen
Der Löschzug Kempen besteht derzeit aus 76 aktiven Mitgliedern, darunter auch vier Frauen. Hinzu kommen 17 Jugendfeuerwehrleute, auch hier sind Mädchen mit dabei. Die Jugendlichen können ab 14 Jahren bei der Feuerwehr mitmachen. 13 Feuerwehrleute, die die Altersgrenze für den aktiven Dienst erreicht haben, sind in der Ehrenabteilung.
Gründung 1883 als freiwillige Feuerwehr . Mit der kommunalen Neugliederung Kempens wurde der Kempener Löschzug mit den Löschzügen Tönisberg, St. Hubert, Schmalbroich und Unterweiden zu einer Einheit zusammengeführt.
stadt KEMPEN. Mit einem großen Familienfest feierte der Löschzug Kempen am Wochenende an der Rettungswache Heinrich-Horten-Straße seinen 125. Geburtstag. „Wir haben uns bewusst für diese Form des Feierns entschieden“, freute sich Stadtbrandinspektor Hans-Joachim Späth über den regen Betrieb am Samstag beim Tag der offenen Tür. Vor allem für die Kinder gab es jede Menge Dinge zum Ausprobieren. Da konnte man versuchen, mit dem Löschschlauch Tennisbälle vom Warnkegel abzuschießen oder bei der Jugendfeuerwehr mittels des Wasserstrahls Figuren versenken. Umlagert natürlich wie bei allen Festen die Hüpfburg.
Mit Martinshorn
Und auch die Buttons der Jugendfeuerwehr fanden rege Abnahme, ebenso wie die Feuerwehrhelme für die Knirpse, die auf diese Art und Weise ganz spielerisch die Notrufnummer 112 verinnerlichen können. Absoluter Anziehungspunkt waren aber die Feuerwehrfahrzeuge. Mancher Anwohner mag gedacht haben, in Kempen gebe es einen Großbrand. Denn man konnte im Rettungswagen, im Mannschaftsfahrzeug und im Löschfahrzeug durch das Gewerbegebiet mitfahren. Und das mit Blaulicht und Martinshorn! Die Schlange der Wartenden war lang und es war eigentlich unklar, ob die kleinen oder großen Mitfahrer mehr Spaß daran hatten.
Auf der anderen Seite der Fahrzeughalle gab der Löschzug einen Einblick in seine Arbeit. Das Aufbrechen von Fahrzeugen bei Unfällen mit einer großen Schere wurde so zum Beispiel gezeigt. „Patient gerettet, Auto zerstört“ zogen die Feuerwehrleute die Quintessenz ihrer Arbeit. Gleich gegenüber demonstrierten die Feuerwehrleute, wie ein brennender Gastank gelöscht wird. „Das sieht jetzt gleich aus wie ein Hofballett, ist aber zweckmäßig“. Und richtig, die Feuerwehrleute gehen im Wiegeschritt zu dritt mit dem schweren Schlauch auf das brennende Objekt zu. „Puh, ist das warm“, stellen die Besucher fest und nehmen immer mehr Abstand von dem brennenden Container. Und angesichts des strahlenden Sonnenwetters und der Hitze des Brandes rieselt auf alle eine Menge feiner Wassernebel nieder.
Angst haben sie keine, aber gehörigen Respekt vor dem Feuer oder den Gefahren, sagen die Wehrleute Michael Bayer und Michael Pakosch, die ihren Kollegen zuschauen. Trainiert wird nicht nur alle 14 Tage dienstagabends, sondern auch in regelmäßigen verpflichtenden Kursen. Hinzu kommt Sonntag der Feuerwehrsport, um auch körperlich fit zu bleiben. Und der Amtsarzt schaut auch sehr genau hin, ob ein Feuerwehrmann diensttauglich ist, erzählten die beiden. THW, DRK, Polizei und DLRG, die stets mit der Feuerwehr Hand in Hand arbeiten, nutzten die Gelegenheit, ihre Arbeit ebenfalls vorzustellen. Das Oktoberfest am Abend gab dann allen Gelegenheit, fröhlich zu feiern. Frage des Tages
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