Stadt Kempen: Grüne fordern Atomausstieg in Kempen
zuletzt aktualisiert: 14.03.2011Stadt Kempen (RPO). Angesichts der dramatischen Ereignisse rund um das Atomkraftwerk im japanischen Fukushima, fordert die Fraktion von Bündnis90/Die Grünen im Rat der Stadt Kempen erneut den Ausstieg aus dem Atomstrom bei den Stadtwerken in Kempen.
Ein erster wichtiger Schritt dazu sei bereits genommen worden, meint Fraktionschef Martin Debener, der zugleich im Aufsichtsrat der Stadtwerke Kempen sitzt. Auf seinen Antrag und den des Naturschutzbund Kempen hin habe das Gremium einstimmig beschlossen, sich der Klage des Verbandes der kommunalen Unternehmen (VKU) gegen die Laufzeitverlängerung der deutschen Atomkraftwerke anzuschließen.
Die Grünen im Rat der Stadt Kempen forderten darüber hinaus, den Ausstieg aus dem Restbezug von Atomstrom durch die Stadtwerke in Kempen, so Debener weiter. Er habe dies bereits vor der jüngsten Aufsichtsratssitzung im Dezember mit den beiden Geschäftsführern der Stadtwerke diskutiert und die Forderungen der Grünen noch einmal bekräftigt.
Die Grünen in Kempen forderten seit Jahren ein Umdenken in der Versorgung von neuen Baugebieten. Ein Neubaugebiet mit reiner Versorgung durch regenerative Energien (Solar, Photovoltaik, Erdwärme, usw.) würde den Anteil am Atomstrom in Kempen weiter senken, so Debener. Eine erste Möglichkeit dazu bietete sich bei der Erschließung des Neubaugebiets an der Kreuzkapelle in Kempen.
Bundespolitisch weiter denken und endlich den schrittweisen Ausstieg aus dem Atomstrom beschließen und lokalpolitisch sofort handeln, dafür würden sich die Grünen im Rat der Stadt Kempen auch weiter stark machen. "Dies sind für uns die Lehren aus dem furchtbaren Unglück in Japan", sagt Debener.
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