Stadt Kempen: Handwerk, Sonne, volle Kassen
VON GESA EVERS - zuletzt aktualisiert: 11.10.2008Stadt Kempen (RPO). Die Kempener Einzelhändler hoffen auf ein lukratives Wochenende. Denn die Wetteraussichten sind prächtig, und der historische Handwerkermarkt gilt als Publikumsmagnet. Der Werbering erwartet bis zu 100 000 Besucher.
Heute und morgen wird es voll in der Kempener Altstadt: der historische Handwerkermarkt und spätsommerliche Temperaturen lassen die Einzelhändler auf ein gutes Geschäft hoffen. „Wir gehen von bis zu 100 000 Besuchern an diesem Wochenende aus“, sagt Reinhard Stein, Vorsitzender des Kempener Werberings. Besonders der verkaufsoffene Sonntag sei eine große Chance für die Geschäfte. „Ich hoffe, dass sich möglichst viele beteiligen und die Öffnungszeit bis 18 Uhr ausnutzen. Aber das muss jeder selbst entscheiden“, so Stein. Ähnlich sei es mit der Mittagspause in der Woche, die einige Händler immer noch einlegen.
Wichtige Märkte
Historischer Handwerkermarkt heute und morgen, jeweils 11 bis 19.30 Uhr. Sonntag öffnen zusätzlich die Geschäfte von 13 bis 18 Uhr Weihnachtsmarkt 29. bis 30. November 6. und 7. Dezember inklusive verkaufsoffenem Sonntag 13. bis 14. Dezember
Weitere Infos im Internet unter www.werbering-kempen.de
Ihren Ruf als attraktive Einkaufsstadt hat Kempen in jedem Fall, da sind sich die Mitglieder des Werberings einig. „Die Menschen schätzen die autofreie Zone im Zentrum und das vielfältige Angebot“, sagt Bettina van Berck, die Anfang des Jahres ihr Geschäft „van Berck - Fashion & Lifestyle“ an der Peterstraße eröffnet hat. Dem Weihnachtsgeschäft sieht sie optimistisch entgegen – trotz der Finanzkrise: „Ich denke schon, dass wir auf gute Zahlen hoffen können. Auch in diesem Jahr möchten die Menschen Geschenke kaufen.“
Vorerst kein Shuttle-Service
Klaus Niermann, der am Buttermarkt „Mode für Männer“ verkauft, geht gar davon aus, das der Spuk Finanzkrise in drei Wochen vorbei ist: „Das wird doch alles schlimmer geredet, als es ist. Ich bin mir sicher, dass wir in diesem Jahr mindestens das Vorjahresniveau erreichen.“ Und was den Handwerkermarkt angehe, so habe die Stadt bisher jedes Mal „noch einen drauf gesetzt“, was die Besucher- und Umsatzzahlen angeht. „Kempen wird brechend voll sein, und darauf freuen wir uns.“ Wo viele auswärtige Besucher sind, sind zumeist auch ebenso viele Autos. Parkplätze, versichert Reinhard Stein, gebe es außerhalb des Stadtkerns genug. Den Weg zu den Einkaufsstraßen müssen die Gäste dann aber zu Fuß erledigen. Besonders nach einem ausführlichen Bummel mit vollen Taschen wären viele vermutlich für einen Shuttle-Service dankbar. Die Idee wurde auch schon im Werbering diskutiert, dann aber verworfen. Der Grund: Derzeit ist das Projekt nicht finanzierbar. Stein: „Einen Shuttle-Bus über ein Wochenende einzurichten würde uns vermutlich bis zu 10 000 Euro kosten.“
Dennoch ist das Thema nicht vom Tisch. Wenn die nötigen Mittel vorhanden sind, so der Vorsitzende des Werberings, werde es diesen besonderen Kundenservice geben. Doch ob Shuttle oder nicht: Kempen steht ein abwechslungsreiches Wochenende bevor. Das gilt sowohl für Handwerker und Händler, als auch für Besucher. Frage des Tages
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