Stadt Kempen: Heinzo lässt Kinder strahlen
VON TOBIAS NEUMANN - zuletzt aktualisiert: 24.02.2009Stadt Kempen (RPO). Großer Tag für kleine Narren: Nach XXL-Kostümball und Vorabi-Fete standen gestern die Kinder im Mittelpunkt des Rosenmontags-Geschehens in der Köhlerhalle. Der Kempener Karnevalsverein (KKV) lud sie zur Kostüm-Fete ein.
Kempens jüngste Jecke konnten sich gestern bei der Kinder-Kostüm-Fete des KKV in der Köhlerhalle richtig austoben. "Ich hatte am Freitag Geburtstag und durfte mich schon da verkleiden", strahlt Prinzessin Sarah-Elisabeth. Die Sechsjährige feierte sozusagen ein zweites Mal, auch wenn ihr am Rosenmontag nicht 1600 Närrinnen und Narren "Hoch soll sie leben" sangen, wie es im Kindergarten der Fall gewesen war.
Kinderkarneval in der Köhlerhalle funktioniert im Großformat. Genug Platz ist vorhanden, jede Menge Aktionen warten auf die Kleinen und die Atmosphäre gleicht der eines Jahrmarktes, auf dem sich Groß und Klein prächtig amüsieren. Mit Popcornmaschine, Hüpfburg, Mitmachzirkus und Bullenreiten wurde dieser Rosenmontag zu einem vollen Erfolg – und erstmals rauchfrei. "Es handelt sich ja um eine Veranstaltung für Kinder, da dürfen Erwachsene nur vor der Halle rauchen", so der KKV. Besonders erfreulich war die Tatsache, dass sich darüber niemand beschwerte und sich alle daran hielten. Denn wer will schon mit einem nach Rauch stinkenden Jecken spielen?
Kostümprämierung
Die schönsten zwölf Verkleidungen wurden prämiert. Auf dem ersten Platz landete Tim Best als Clown, auf Platz zwei kam Zoé Schumacher als Eisprinzessin, gefolgt von Alisa Wolters (Zigeunerin), David Luttmann (Tigger) und Laura Wolff (Schneeflocke). Sie alle erhielten ein kleines Geschenk mit Kinogutschein, Süßigkeiten, einem Stoff-Piratenteddy und blauroter Schleife.
Textsichere Jecke
KKV-Präsident Heinz Börsch brachte sich einmal mehr als Clown Heinzo mit ein und sorgte für strahlende Gesichter auf und vor der Bühne. Die Kleinen zeigten sich bester Laune und vor allem erstaunlich textsicher: Immer, wenn Clown Heinzo einem Narren das Mikro hinhielt, dankte es ihm der Nachwuchs mit lautstarkem Einsatz: vom "Lasso-Song" bis hin zur "Karawane", die durch die komplette Halle führte und viele hundert Kinder lang war. Mittendrin auch Familie Müller, gebürtige Sauerländer, aber seit Jahren schon Thomasstädter. "Viele Eltern und Kinder kennen sich untereinander, auch wir haben bereits viele bekannte Gesichter ausgemacht", sagt Mutter Silke, die als 20er-Jahre-Charleston-Girl geht. Tochter Rebecca ist Cowgirl, Freundin Sophia (beide 10) Piratin. Warum ist es toll hier? "Es macht einfach Spaß", sagen sie wie aus einem Mund.
Prinzessin Anna (2) hat es gut. Ebenso wie ihr 15 Monate junger Bruder Leon, der als Punker einen bunten Irokesen aufgestellt und ein fransiges T-Shirt angezogen bekommen hat, genießt sie den Blick von Oma Marions Schoß aus und lässt sich Süßes schmecken. "Das ist schöner als jeder Zug, gerade für die Kleinen", sagt die Großmutter und spricht damit vielen aus der Seele. Denn wenn man sich kennt, haben alle zusammen Spaß und verleben einen fröhlichen Tag miteinander. Eben Karneval pur.
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