Gemeinde Grefrath: Immer mehr Betreuungsbedarf
VON GERT UDTKE - zuletzt aktualisiert: 06.09.2011Gemeinde Grefrath (RP). 377 Schüler nehmen am Mittwoch erstmals den Unterricht in einer weiterführenden Schulen in Kempen auf. In der Regel einen Tag später gehen dann 333 i-Dötze in die sechs Grundschulen, 44 mehr als 2010. Es gibt einige Neuerungen wie den Mensabetrieb oder die 13plus-Betreuung.
Dass entgegen der demografischen Entwicklung diesmal mehr Neulinge die sechs Grundschulen in der Stadt Kempen besuchen, liegt an einer auslaufenden Regelung: i-Dötze mit Geburtsstichtag innerhalb von 13 statt 12 Monaten werden diesmal (und letztmals) aufgenommen. Und das sind zwangsläufig mehr als vor einem Jahr. In der Stadt Kempen gibt es für Schüler und Eltern einige Neuerungen und Angebote.
Integrative Lerngruppe
Eine Premiere: An der Kempener Martin-Hauptschule nimmt eine integrative Lerngruppe mit fünf Kindern in der fünften Jahrgangsstufe ihre Arbeit auf. Die Kinder mit Behinderung werden in Fächern wie Musik, Kunst, Religion, Sport in der Klasse gemeinsam mit den anderen Schülern unterrichtet. In anderen Fächern jedoch werden sie individuell von Sonderpädagogen besonders gefördert, erläutert Elfi Böhm, Leiterin des Schulverwaltungsamtes, im Gespräch.
Zahlen in Stadt Kempen
Für 710 Schüler beginnt morgen in der Stadt Kempen der Unterricht in ihren neuen Schulen
Martin-Hauptschule 45 "Neulinge" (2 Eingangsklassen)
Erich Kästner Realschule 143 (5)
Gymnasium Thomaeum 94 (3)
Luise-von-Duesberg-Gymnasium 95 (3)
i-Dötzchen starten Donnerstag:
Katholische Grundschule I 79
Regenbogenschule 78
Astrid-Lindgren-Schule 57
Friedrich-Fröbel-Schule 20
GGS St. Hubert 72
GGS Tönisberg 27
Es gibt also getrennten und gemeinsamen Unterricht. Die Lehrer haben sich auf die ungewohnten Aufgaben gut vorbereitet, zum Beispiel durch Gespräche mit erfahrenen Kollegen der Johannesschule in Anrath. Die Martin-Schule ist in Kempen Vorreiter: Im nächsten Jahr soll eine integrative Lerngruppe an der Erich Kästner Realschule angeboten werden, wohl ein Jahr darauf eine an einem Gymnasium folgen.
Mensabetrieb auch für Gymnasien
Ab Donnerstag können auch die Schüler von Thomaeum und Luise-von-Duesberg-Gymnasium in der Mensa der Martinschule mittags essen. In dem schmucken Neubau, seit Juli in Betrieb, können sich täglich zweimal 150 Schüler der drei Schulen in zwei Schichten stärken. Sie haben die Wahl zwischen drei Menus des Caterers Keppner aus Tönisvorst: Ein vegetarisches, eines ohne Schweinefleisch für muslimische Kinder und ein Fleischgericht.
Am Donnerstag locken Schweinegeschnetzeltes mit Nudeln und Erbsen oder paniertes Seelachsfilet mit Reis und Salat oder Gemüsetaler mit Reis und Salat für je 2,80 Euro. Dessert kostet 30 Cent extra. Das Essen muss bis 10 Uhr des Vortags im Internet gewählt werden. Das ist aber nur möglich, wenn man sich im jeweiligen Schulsekretariat hat registrieren lassen und eine Kontokarte mit einem Geldkartenchip bei der Sparkasse oder einer Bank besorgt hat.
Nur mit dieser Karte kann in der Mensa per Abbuchung bezahlt werden. Anspruchsberechtigte Kinder zahlen übrigens nur ein Euro. Die neu gebaute Mensa/Caféteria an der Realschule öffnet Mitte September. Dort werden Mütter auch weiterhin ihre belegten Brötchen verkaufen.
13plus-Betreuung in Tönisberg
An der laut Böhm "auch für die Zukunft sicheren Grundschule Tönisberg" erweitert der rege Förderverein seine Übermittagsversorgung inklusive Hausaufgabenbetreuung. Bisher lief sie nur bis 14 Uhr, zukünftig zusätzlich auch eine Stunde länger. Von knapp hundert Schülern sind aktuell 47 bis 14 Uhr angemeldet und 13 Kinder bis 15 Uhr, freut sich Vorsitzende Bieke De Langh über die gute Resonanz.
Fünf statt bisher vier Betreuerinnen kümmern sich um die Grundschüler. Die 13, die bis 15 Uhr bleiben, bekommen ein warmes Mittagessen für 2,50 Euro. Die Betreuung bis 14 Uhr kostet monatlich 40 Euro für das erste und 35 für das zweite Kind. Bis 15 Uhr sind es jeweils fünf Euro mehr.
Bieke De Langh lobt die Unterstützung aus dem Dorf: Handwerker stellten umsonst das neue, vom Förderverein gespendete Klettergerüst auf und bauten die Küche ein: "Sonst ginge das alles gar nicht." Frage des Tages
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