Kempen: Kempen im Poldi-Fieber
VON SABRINA TILGNER - zuletzt aktualisiert: 07.07.2008 - 16:42Kempen (RPO). Massen warteten auf dem Buttermarkt auf Lukas Podolski. Der Nationalspieler schrieb im Rathaus Autogramme, trug sich ins Gästebuch der Stadt ein und hatte zuvor die Keks-Produktion bei Griesson - de Beukelaer besichtigt.
Der Keks-Prinz kommt, und die Stadt steht Kopf. Menschenmassen standen gestern auf dem Buttermarkt in einer mehreren hundert Meter langen Schlange für ein Autogramm von Lukas Podolski Dimensionen wie bei St. Martin. Der EM-Held unterschrieb im Rathaus im Akkord Karten, Fußballtrikots, T-Shirts und Poster. Anlass für seinen ersten Kempen-Besuch: Der 23-jährige Bayern-Stürmer, derzeit im Urlaub, wirbt für die Prinzenrolle und besichtigte die Keks-Produktion bei Griesson - de Beukelaer an der Arnoldstraße.
Wie bei der ersten Liebe
Endlich, Vanessa Langer durfte hinter den Autogramm-Tisch klettern und sich mit Podolski fotografieren lassen. Ein Bild für ihren Arbeitsplatz im Rathaus. „Das ist nicht alltäglich, dass man einem Star so nah kommt”, schwärmt der 22-jährige Fan. Noch näher dran am Nationalspieler war der stellvertretende Bürgermeister Karl-Heinz Hermans. „Früher kam der belgische König in die Stadt, heute der Fußball-Prinz”, sagte Hermans. Von seinem Treffen mit Podolski beim Eintrag ins Gästebuch der Stadt berichtete er strahlend: „Ich habe ihm erzählt, dass wir in unserem Beritt meist Borussia-Fans sind.” Und Podolski? Der ehemalige Kicker vom Erzrivalen 1. FC Köln habe schlucken müssen.
Der Nationalspieler stand besonders bei der weiblichen Jugend hoch im Kurs. „Er sieht gut aus und spielt gut Fußball”, erzählte Dana Stromenger (16) nach ihrer Begegnung mit „Poldi”. Ein Kribbeln im Bauch habe sie gehabt. „Ein bisschen wie bei der ersten Liebe.” Etwas nüchterner, aber trotzdem strahlend kehrten David Buchholz (14) und Max von Gehlen (14) vom Treff mit Poldolski zurück. Von den Qualitäten des Fußballers sind die Gymnasiasten überzeugt: „Er ist cool drauf und hat einen guten Charakter.” Die, die nicht hinein zur Autogrammstunde kamen, drückten sich an den Rathausfenstern die Nasen platt, um einen Blick auf den Fußballer zu ergattern.
Am Vormittag noch hatte sich die Fangruppe auf die Mitarbeiter von Griesson - de Beukelaer beschränkt. Podolski sah sich, gefolgt von mit einem Medientross, die Produktion der Prinzenrolle an. Er knabberte für die Kameras an Keksen, posierte mit Haarhaube und brachte durch einen Griff ins Keks-Band kurz die Produktion zum Erliegen. Mit den Mitarbeitern allesamt in heller Aufregung ließ er sich fotografieren. Und er erzählte von seinem Urlaub: „Ich verbringe viel Zeit mit meinem Kleinen und besuche vielleicht meine Familie in Polen”, erzählte der junge Vater im kölschen Poldolski-Dialekt. Und er machte Urlaub in Kempen für ein paar Stunden.
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